Doppelwochenbericht

7.1. bis 9.1.2026 und 12.1. bis 16.1.2026

Am Mittwoch waren viele Kinder froh, sich nach den langen Ferien endlich wiederzusehen und viele sind bei dem einmaligen Schneewetter Rodeln gegangen.

Am Donnerstag wollten wir eigentlich noch mal rodeln gehen, es fing schon wieder an zu schneien. Da bekamen wir einige besorgte Anrufe von Eltern und einige besorgniserregende Nachrichten „Die Schulbusse fahren nicht mehr, wegen des Unwetters.“ „Wie sollen meine Kinder nach Hause kommen?“ Wir haben uns dafür entscheiden, dass alle Eltern selber entscheiden können, ob sie ihr Kind an dem Tag schon früher abholen kommen, damit alle noch sicher nach Hause kommen. Statt Rodeln ist Edward mit den Kindern auf den dick verschneiten Schulhof gegangen, seht selbst:

Iglubau. – Bremst dieser Schneehaufen meinen Aufprall ausreichend? – Barfußlaufen.

Soweit wir gehört haben, sind alle heil zu Hause angekommen. Das Unwetter am Freitag ist zum Glück ausgefallen und Edward war als Einziger in der Schule- für den Notfall, falls doch jemand kommt. Danke an dieser Stelle an euch alle, liebe Eltern, für euer spontanes Reagieren und Mitwirken!

Vor längerer Zeit hatten Henri und andere Kinder einen Antrag auf eine Drechselmaschine zum Werken gestellt. Nils hatte sich darum gekümmert, ein passendes Model herauszusuchen und sie für uns zusammengebaut. Jetzt ist die neue Drechselmaschine im Einsatz.

Der Schulgestaltungskreis am Donnerstag, den 8.1. hat 2 Anträge bearbeitet:

A)Wir möchten ein Spiel “Turing Tumble” anschaffen -für 84 Euro. (von Levi und Jonas)

Konsent.

B)Wollen wir Fasching dieses Jahr feiern, wenn ja, wie und wann und wer macht mit? (von Lena)

Ja, wir wollen feiern. Am Freitag den 13.2.2026

Jeder entscheidet sich für oder gegen die Feier: ja oder nein.

Entweder JA, man feiert an dem Tag mit: d.h. man verkleidet sich (Pflicht) und bringt etwas fürs Buffet mit (Pflicht) und darf den Buffet-Raum und den Partieraum betreten und alles dort mitmachen.

Oder

NEIN, man macht nicht mit, verkleidet sich nicht, dann darf man gar nicht in die Aula/den Leuchtturm und nichts vom Buffet essen. (Die Verkleideten dürfen in den anderen Räumen nicht einfach Partie machen und andere mit ihrer Verkleidung/Partiestimmung nerven.)

Einblicke in die Gruppenzeiten im Weltraum und im Tigernest.

In der Gruppenzeit im Weltraum entsteht ein selbst ausgedachtes Theaterstück, angelehnt an die Schule der magischen Tiere. Die Kinder sind sehr euphorisch und sammeln erste Ideen.

Jaron erzählt in der Tigernest Gruppenzeit von seinen Ferien und präsentiert stolz seinen neuen Drachen.  

Im Hafen wechseln sich die jungen Lehrer ab um laut vorzurechnen oder zu zeigen, wie es geht. Die Gruppe denkt mit und hilft den Lehrern.

 

Diese Woche war die freiwillige Mottowoche.

Montag: Berufe –  Dienstag: Overdressed – Mittwoch: so anziehen wie der Anfangsbuchstabe vom Vornamen – Donnerstag:Schlafanzug – Freitag: Klamottentausch. Hier ein paar Bilder davon:

Wir haben ein neues Bewegungsspiel, Affenkrankenhaus. Dieses Spiel ist körperlich sehr herausfordernd, weil man entweder rennt oder Mitspieler (kranke Affen) durch die Aula zum „Krankenhaus“ trägt. Ausruhen kann man sich immer nur kurz wenn man getickt wurde.

Olesjas Angebot „Illusionen“ war sehr gut besucht; sie hat eine ganze Ecke zum Thema optische Täuschungen eingerichtet. Einige Kinder haben coole 3D Zeichnungen angefertigt.

Am Technik Dienstag haben wir geübt, Kabel zu verlöten und LEDs anzuschließen. Ein Ziel war dabei, den Skatepark mit Effektbeleuchtung auszustatten. Hier war vor allem Lunis aktiv; das eigentliche Löten und Probieren, wann eine Lötstelle gut hält und funktioniert, hat mehreren Kindern Spaß gemacht. Und natürlich wurde, wie meistens, an 3D-Modellen gearbeitet, um sie auszudrucken.

Unser bewegter Mathe Kurs hat Ballzielwerfen mit hohen Absätzen und schicken Klamotten geübt, das hatte einen ganz besonderen Charme. Was hat das mit Mathe zu tun? Die Trefferquoten wurden natürlich ausgerechnet.

Warum kann man die Anzahl der Geburten pro Tag in Deutschland nicht einfach so mit der Anzahl der Geburten in den USA vergleichen? Darüber haben wir diese Woche in Mathe in der Vorbereitungsgruppe diskutiert. “Da leben ja viel mehr Menschen als hier.” “Das muss man ja berücksichtigen.” Schnell wurde klar, dass man dann auch die Einwohnerzahl beachten muss. Aha, dafür braucht man also diese relative Häufigkeit.

Kreativer Mittwochnachmittag in der Werkstatt: Armbänder mit Lia und Nähen mit Uschi. Aber bevor die Nähmaschinen zum Einsatz kommen, gibt es viel Vorarbeit zu erledigen: die Stoffe bügeln, Schnittmuster abpausen und ausschneiden, Bauchumfang und Länge des Rockes abmessen, die Stoffstücke ausmessen und ausrechnen, ob zwei davon nebeneinander passen, die Stoffstücke anzeichnen und ausschneiden….

Alle sind eineinhalb Stunden bei der Sache und nutzen die Möglichkeit, sich von der erfahrenen Näherin Uschi Tipps geben zu lassen, wie man Schritt für Schritt ein eigenes Kleidungsstück oder Accessoire entstehen lassen kann.

Nächste Woche geht es weiter.

Die Lernbegleiter sind mal wieder unzufrieden mit einer Ecke im Hafen, in der sich einige Kinder zum Abhängen treffen und dann den ganzen Tag dort versacken und nicht mehr rauskommen. Das wollen sie doch eigentlich nicht! Das Team überlegt grade, wie wir ihnen helfen können, räumlich, strukturell, persönlich, wieder mehr das zu tun, was sie gern können möchten und was sie persönlich auf ihr Leben vorbereitet.

Neulich bei Elinas Turnkurs, der wieder regelmäßig stattfindet.

Elina zu Lisa H: “Lisa, kannst du eigentlich Spagat?”

Lisa: “Was ist das?”

Elina macht eine weite Grätsche und erklärt dass man bei Spagat bis zum Boden runter geht.

Lisa: macht eine weite Grätsche und rutscht in den Spagat.

Elina: “Das ist manchmal so frustrierend, zu sehen, wie einfach es für junge Kinder ist! Als ich klein war, konnte ich das auch so, und dann habe ich ein paar Jahre nicht viel geübt und jetzt muss ich mich richtig anstrengen, wenn ich es schaffen möchte.” Elina unterstützt alle, die gerne turnen möchten mit Hilfestellung, Ratschlägen, aufmunternden kleinen Geschichten und indem sie den Kindern zeigt, wie sie den nächsten Schritt in Richtung ihres persönlichen Zieles machen. Die Turner sind motiviert. Sogar über die Ferien haben einige Kinder deutliche Fortschritte gemacht.

Jonas hat wieder eine neue Scratch Schülerin, der er geduldig Schritt für Schritt erklärt, wie es geht. Dieses Mal ist es seine Schwester Lara.

Kochen mit Emma

Kreatives Bauen, Gestalten und Spielen.

Schulgestaltungskreis

“Wir möchten einen eigenen Raum für die Vorbereitungsgruppe.” Es fällt den Antragstellern erst nicht leicht, es auf den Punkt zu bringen, was sie genau möchten, und wofür. Sie bekommen Unterstützung vom SGKreis. „Einen Raum, wo alle unsere Kurse stattfinden und wo wir unsere Sachen haben können, den wir auch mitgestalten können.“ Jetzt überlegen wir im Team, wie wir den Wunsch umsetzen können.

Einige Kinder unterstützen den Antrag “Wir möchten, dass Christoph öfter kommt.” „Weil er gute Angebote macht, es macht Spaß, er erklärt es gut, es ist interessant und spannend.“ Das Thema geht jetzt in den nächsten Kreis.

“Wir möchten gern noch eine Mottowoche” lautete der dritte Antrag. “Das Verkleiden macht Spaß, man kann mal in einer anderen Rolle sein, man ist zwar noch der gleiche Mensch, aber etwas ist anders, es fühlt sich toll an.” „Einmal im Monat würde uns reichen, denn jeden Tag verkleiden ist auch stressig. wir haben auch schon Ideen, was wir möchten! Berufe und “so verkleiden wie der Anfangsbuchstabe”, das wollen wir beides wieder.“

Unsere Angebotszeit: Wir stellen uns auf Spanisch vor, Theater spielen, singen, philosophieren, Mathe für Fortgeschrittene, eine Lesebibliothek mit Büchern zum Ausleihen für unsere Schule verbessern, ….

Draussenzeit Bushcraft:

Wir stellen Armbänder mit Schmuckdraht und passenden Werkzeugen selber her. Bei den vielen Perlen und Möglichkeiten ist es gar nicht so einfach sich für eine Kombination zu entscheiden. Geschick und viel Geduld ist hier gefragt, um den Draht so zu biegen, wie man es möchte.

Am Freitag haben wir im Weltraum per Videokonferenz mit über 1000 anderen Lerngruppen aus ganz Deutschland an einer Live-Unterrichtsstunde aus der Antarktis teilgenommen. Es wurde von einem Forschungsschiff aus über die Tiere, den Kontinent, das Meer… berichtet. Wir haben unter anderem gelernt, dass unter Wasser dort Gebiete mit meterhohen Korallenwäldern zu finden sind.

Und zum Wochenausklang hat Aaron den Fußballkurs geleitet und Manuel wieder seinen beliebten Bewegungsparkour aufgebaut.

 

Am Montag  hat sich das Neubauteam mit unserem Architekten und einem Lichtplaner zusammengesetzt, um sich Gedanken über die Beleuchtung in der neuen Schule zu machen. Es war sehr spannend! Man kann Lichtfrequenzen hörbar machen, genauso wie Mobilfunkfrequenzen. Lampen haben Vorschaltgeräte, die steuern, ob das Licht leicht flackert (und damit akustisch formuliert dissonante Frequenzen aussendet) oder nicht. Dann rauscht es nur ganz leicht, so wie bei wolkigem Tageslicht. Unsere zukünftige Raumnutzungsplanung stellt uns und den Lichtplaner vor die Aufgabe, die unterschiedlichen Licht-Bedürfnisse klar zu formulieren und dann in dem jeweiligen Raum die entsprechenden Beleuchtungsformen ansprechend umzusetzen: Vom „Putzlicht“ (=alles hell), über Arbeitslicht (punktuell direktes, helles Licht) bis zum Stimmungslicht (indirekte Wandbeleuchtung) ist alles dabei. Manche Lampen müssen wetterfest sein, andere sehr stabil.

Diese Woche haben auch unsere Kennenlerngespräche für neue Familien für das nächste Schuljahr begonnen. Dem folgen Ende Februar und im März Hospitationen sowie ein Kennenlerntreffen für die Geschwisterkinder, deren Eltern wir schon kennen.

Manuel baut seit einigen Wochen an einer effektiven und anwenderfreundlichen Software, mit der wir unseren Schulalltag in Zukunft leichter dokumentieren und auslesen können.

Noch mehr Bilder von der Mottowoche….