Neuigkeiten vom Grundstück
Mai bis Dezember 2025
Im Sommer waren wir regelmäßig mit unseren Schulkindern auf dem Grundstück. Die Kinder haben verschiedene Projekte wie Häuser bauen, Beet anlegen und pflegen, Steine bemalen, selber mit Feuerstahl Feuer machen, freies Spielen usw. verfolgt.
Die meisten neuen Weiden sind fürs Erste angewachsen, dank der guten Pflege von einigen Lernbegleitern und Eltern, die öfter mal ne gute Stunde Giesskannen geschleppt haben. Heiko und sein Sohn haben uns während der Hauptsaison mit regelmäßigem Mähen und giessen unterstützt.
Wasser konnten wir freudlicherweise vom Bauhof nebenan per Schlauch “holen”. Hierzu war kein Pickup mehr nötig, nur noch der leicht abenteuerliche Weg zum Wasserhahn, um die IBCs aufzuladen. Herzlichen Dank an die Mitarbeiter vom Bauhof, die uns das ermöglicht haben!
Feli, die in Schmilau eine Bio Gärtnerei betreibt, hat uns immer wieder Jungpflanzen geschenkt, die wir eingepflanzt haben. Die Tomaten am Bauwagen sind sehr schön gewachsen, das merken wir uns. Sie hat uns Chilipflanzen gegen Rehe empfohlen. Gesagt, getan. Herzlichen Dank an Feli für ihre großzügige Unterstützung mit Jungpflanzen!!
Wir hatten selber auch über 100 Kürbisse vorgezogen und unser ganzes zu Hause damit vollgestellt, in mehreren Etappen per Auto zum Grundstück gebracht und eingepflanzt. Leider …..
Durch das sehr trockene Frühjahr waren fast alle unsere Gemüsepflanzen eingegangen und was nicht vertrocknet ist, haben die Rehe dann gefressen, die eines Tages Malins Schnur-Zaun durchbrochen haben.
Nur die Kräuter, einige Stecklinge, Wildblumen und Sonnenblumen haben überlebt. Immerhin. Unsere Gärtnerinnen waren schon traurig, wegen der vielen Arbeit, die sie umsonst getan haben.
Nichts desto trotz sieht es im Sommer auf unserem Grundstück schon richtig schön aus. Wir entdecken immer wieder Insekten, die wir vorher noch nicht gesehen haben und finden überall noch Erdbeerpflanzen von vor x Jahren, als das Grundstück mal ein Erdbeeracker war. Es sind immer viele Hasen und Vögel da.
Nils hat uns im Sommer einen selbsterdachten Donnerbalken konstruiert, der seitdem in der Schulgemeinschaft für ein sicheres Toilettengefühl gesorgt hat. Natürlich mit überdachtem Unterstand für das Toilettenpapier. Das Löchergraben in der engen Umgebung und mit hartem Boden hat Kraft gebraucht.
Im Herbst haben wir, als man wieder durfte, neue Weiden geerntet, um unserem zukünftigen Kindergartenbereich schon mal einen gewissen Rahmen zu geben, dass dort, wenn der Kindergarten startet, schon ein paar höhere Bäume wachsen. Wir haben ein paar Obstbäume, ein paar Beerenbüsche und Kräuter gepflanzt, sodass dadurch ein paar schöne kleine Ecken entstehen, die zum naschen, spielen und verstecken einladen. Hier haben wir die Bäume eingebuddelt und einen Kaninchenzaun mit Tor darum gespannt.
Jan A. hat wieder die Weiden organisiert, gesägt, und den Hänger gezogen und einige Helfer haben die Weiden aufgeladen und mehrere Anhänger voll gemacht. Hier sehr ihr uns bei der Arbeit. Die letzten Fuhren waren ganz schön abenteuerlich, denn es hatte inzwischen so viel geregnet, dass unser Grundstücksweg recht schlammig war.
Auf dem Grundstück mussten die Weiden verarbeitet werden, damit sie eine Weile halten und nicht vertrocknen. Das heisst: entasten und alle Blätter entfernen. Das haben wir immer wieder über einen längeren Zeitraum gemacht, immer mal zum aufwärmen. Wenn man ein paar Arme voller Äste hin und her getragen hat, war man gut warm. Die kleinen Äste haben die Benjeshecke vom neuen und alten Camp gefüllt.
Jan A. hat uns noch mehr Äste von diversen Bäumen gespendet die teilweise schon komplett in unserer Hecke verarbeitet sind, teilweise noch darauf warten, dass wir sie dort hineinlegen. Wir haben auch einen Durchgang in der Hecke angelegt.
Die entasteten Weiden haben wir für verschiedene Projekte im östlichen Teil des Grundstücks rund um die zukünftige Kindergartenfläche verwendet. Hier seht ihr, was wir Tag für Tag, besonders in den Herbstferien an kleinen Schritten in Richtung “gemütliche Ecken”, ein Minikletterwald, ein Versammlungsort mit Windschutz I, ein Minitipi, ein kleiner Obstgarten mit Kaninchendraht, Windschutz II(zum Spielen mit Toren drin) gestaltet haben.
Das hier soll ein offenes Spielhaus werden, dass teilweise eingegraben ist und in dem man innen auf der Erde sitzen kann. Als der Frost kam haben wir hier Pause gemacht. Hier sieht man eine der gefrorenen Erdschollen.
Das hier ist ein Westwindschutz und zugleich ein halboffenes kleines “Camp”. Zwischen den Weiden könnte man wieder eine Benjeshecke anlegen. Westlich dieses neuen kleinen Kindergartencamps (als was auch immer diese Weidenkonstruktion genutzt oder wieder umgeworfen wird) haben wir aus 10 großen Weidenästen ein “Wäldchen” gepflanzt, für das Baumgefühl. Kaum waren die hohen Stämme dort, sehen wir jedes Mal, wenn wir zu Besuch kommen, einen oder mehrere Falken darauf sitzen. “Wäldchen” siehe Foto unten links.
Die andere Weidenkonstruktion liegt auf der südöstlichen Seite des Kindergartens und grenzt ihn optisch in Richtung zukünftigem Teich und Schule etwas ab. Es ist gleichzeitig ein aus 3 gebogenen Elementen bestehender Windschutz mit 2 großen Tore darin – zum spielen. Unten seht ihr das Minitipi für kleine Menschen, angenagte Weidenäste und Christoph, wie er Nils das Bagger fahren beibringt.
Wir hatten für ein paar Tage einen Minibagger ausgeliehen, um einen Versuchsteich auszuheben, den wir mit Lehm als natürlichem Abdichtungsmaterial beschichten möchten, um zu sehen, was geht und was nicht. Christoph kannte sich mit baggern aus und hat mehrere Stunden für uns gebaggert, sowohl bei dem Miniteich als auch um Gräben auszuheben, in die wir die Weiden leichter einpflanzen können. Er hat Emma, Malin, Nils und Lena gezeigt, wie es geht, so dass wir auch tätig werden konnten. Regenpause im Holzunterstand.
Unser Boden ist nicht überall gleich, an manchen Stellen buddelt man gefühlt ewig an einem Loch, (um einen großen Weidenast einzupflanzen,) so dass das Vorbaggern eine große Erleichterung für uns war. Auch wenn wir alles per Hand wieder hineinschaufeln mussten. Es ist wesentlich weniger Arbeit, da die Erde schon locker vor einem liegt. Naja, bis auf die Tage, wo Frost war.
Elina hat mit Malins und Lenas Unterstützung eine Baumschule angelegt. Dazu hat sie per Hand / Grabegabel die Grassoden entfernt, die Erde tief gelockert und kleine Swales angelegt damit die kleinen Bäumchen geschützt und gut gewässert sind. Unsere Nachbarn Andrea und Hartmut aus dem Holzhaus haben uns sehr viele kleine Bäume geschenkt. Über 50.
Dazu haben wir einige auf unserem Grundstück gefunden und sie hier eingepflanzt. Wir haben beobachtet, dass die Krähen Walnüsse in den Nachbargärten klauen und dann bei uns fallen lassen. Weil wir so im Baumfieber waren mussten wir noch einige Bäumchen aus der Online-Baumschule bestellen und dazu pflanzen – zb einen Mammutbaum und natürlich Bäume, die mit unserem sandigen Boden gut klar kommen. Und Felsenbirnen. Die lieben einige Kinder aus der Schule sehr.
Die geschenkten Walnussbäumchen haben wir ganz im Norden hinter unseren Weidenbauten vor der zukünftigen Hecke angesiedelt. Siehe mittleres Foto unten, neben der Grabegabel. 6 Walnussbäumchen stehen schon im Freien, die anderen sind noch in Elinas Baumschule. Hier sind ein paar Bilder von unseren neuen Mitbewohnern, die in der Nähe des Camps wachsen: Kiefern, Kirschen, Apfel- und Birnenbäume. Sie sind verteilt, nicht jeder hat ein Foto hier.
Wo wir einmal im Baumfieber waren, sind wir nämlich durch die Baumärkte und Gartencenter gegangen und haben in mehreren Fuhren diverse Bäume (vor allem Obstbäume) und Beerensträucher für unser Grundstück gekauft und eingepflanzt. Damit sie es auch gut haben in der schlechten Erde, haben wir jedem Baum vor der Pflanzung ein extra großes Loch ausgehoben, mit Holzhäkselkompost, guter Komposterde und Mutterboden gefüllt, damit sie nicht im Sand und Steingemisch wachsen müssen…. und hinterher die Baumscheibe mit Erdbeeren bepflanzt. Alesja und Lena haben die Erdbeeren dafür alle auf dem Grundstück gefunden. Dazu haben wir uns noch überlegt, dass es schön wäre, wenn blühende Kletterpflanzen an unseren Camp-Weiden hochranken und das Blätterdach stärken. Ihr findet also rund um die runden Weidenbauten Pflanzlöcher mit kleinen Kletterpflanzen darin.
Holzarbeiten: Michael stapelt unser Holz ordentlich in den Unterstand, Otto hackt, Elina hat ein Bahnhofsvogelhäuschen gebaut.
Otto hat mit Lena zusammen noch ein weiteres Erdbeerbeet angelegt.
Malin hat einen kleinen Versuchsgarten angelegt, der noch im Entstehen ist, in dem sie ausprobiert, was hier gut wächst und welche Pflanzen auf unserem Grundstück gern zusammen stehen, um zu erkennen, was dem Ort gut tut und was er braucht. Hier entsteht auch der Versuchsteich. Sobald alles angewachsen ist, kann jeder den Garten besuchen und von den vielen Beeren naschen, die dort angepflanzt sind.
Parallel dazu hat Nils einen Unterstand für alle Grundstückfreunde geplant, das gesamte nötige Material besorgt und mit Hilfe von Christoph, Mitja, Aaron, Rita, Kaza und Steffi daraus an mehreren Tagen einem professionellen Unterstand gebaut. Dafür musste unter anderem erst ein Stück Boden von Unkraut befreit und begradigt werden, Steinplatten an die passenden Stellen gelegt werden, die Balken zurechtgesägt- und gerade aufgestellt werden.
Paletten und lange Holzbalken wurden angeliefert und mit Schutzfarbe gestrichen, – zum Glück kam gerade zur Balkenlieferung unser netter Nachbar Frank vorbei und hat uns die Balken zum Camp gefahren. Gegen Ende des Arbeitstages gabs immer mal wieder eine kleine Stärkung mit Stockbrot vom Lagerfeuer.
Guckt euch das Ergebnis an! WOW!
Was ihr hier immer wieder lesen könnt: Wozu Sport machen, wenn man doch auf dem Grundstück so arbeiten kann, dass man jeden Tag aufs neue unbekannte Muskeln spürt und auch die schon bekannten Muskeln richtig gut wahrnehmen kann! Und das beste ist, man sieht immer ein gutes Ergebnis in der Natur, die man mitgestaltet hat.
Im Herbst haben wir nach den Grenzen des Grundstücks gesucht, konnten aber keine Grenzsteine oder Markierungen mehr finden, so dass wir einen professionellen Vermesser beauftragt haben, unsere Grenzen einzumessen, damit wir den Zaun nicht ausversehen auf die Nachbargrundstücke bauen. Interessanterweise lagen die eingemessenen Grenzen manchmal bis zu 7 Meter anders als die sichtbaren Grenzen.
Lars hat für uns die Lerchenfläche gegrubbert.
Andre hat mit einer Gartenbaufirma zusammen einen Wildschutzzaun für uns gebaut. Beides sind Auflagen, die wir haben, einmal zum Schutz der Feldlerche und zweitens zum Schutz der bald kommenden Heckenpflanzung mit heimischen Heckenpflanzen. Wir haben ja schon Erfahrung mit unseren hungrigen Mitbewohnern. Man kann das Tor vorne am Eingang öffnen und mit Draht wieder verschliessen.
Unser Donnerbalken musste umziehen, denn es kann ja schlecht auf der Lerchenfläche bleiben. Diese sollen wir nicht betreten, damit die Feldlerchen dort in Ruhe leben können. Also haben wir die Weidenmatte von den Weiden gelöst, aufgerollt, zum neuen Platz getragen, alle dort angewachsenen Weiden abgesägt und dem Donnerbalken den recycelten Sichtschutz verpasst. Die neue, verbesserte Toilette ist nicht einsehbar, es sei denn man steht unmittelbar davor.
Beim Anlegen eines neuen Steinmusters haben wir in den Holzhäkseln diese kleinen Winterschläfer gefunden.
WOW wir haben so viel geschafft und Stück für Stück weitere kleine Teile des Grundstücks gestaltet. Herzlichen Dank an euch Planer, Helfer und Unterstützer bei allen Aktionen, auch an die, die Essen gekocht, Kinder gehütet und das Feuer bewacht haben.















































































