Wochenbericht 20.4. bis 24.4.26

Einblicke in die zweite Woche mit unseren neuen Stundenplan, die nach dem Empfinden der Erwachsenen diesbezüglich entspannt und wieder sehr motiviert verlaufen ist. 

Parkour

Beim Parkour mit Lukas lag der Fokus diesmal auf Übungen zum Rückwärtssalto. Lukas baut sein Training immer so auf, dass er verschiedene Schwierigkeitsgrade, die aufeinander aufbauen, nacheinander mit den Kindern übt. Rückwärtssalto ist zwar von der Bewegung her für unseren Körper „logischer“ als Vorwärtssalto, erfordert aber viel mehr Mut, weil man rückwärts „ ins Unbekannte“ abspringt, das man grad nicht sehen kann.

Bewegung

Wüsten

In Annas Wüstenwerkstatt können die Kinder mit einer Wärmelampe den Sand erwärmen, um nachzuempfinden, wie es für die Wüstentiere sein kann in dem heißen Sand zu leben.

Strom

Woher kommt Strom? Wir haben uns angesehen, wo Strom produziert wird und welche verschiedenen Arten es gibt. Wir haben uns die Kraftwerke auf dem Bild angesehen: Wasserkraftwerke, Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke. Aus welcher Quelle bekommen die Menschen in Deutschland ihren Strom? Wir haben uns mit der Bedeutung von Strom für unsere Gesellschaft beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass Strom in vielen Bereichen unseres Alltags unverzichtbar ist. Wir haben darüber gesprochen, was passieren würde, wenn kein Strom mehr verfügbar wäre. In diesem Fall würden viele wichtige Systeme ausfallen, zum Beispiel auch die Wasserversorgung.
Anschließend haben wir verschiedene Arten der Stromerzeugung betrachtet. Dabei wurde zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien unterschieden. Wir haben uns mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Energiequellen beschäftigt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Atomkraftwerken. In der gemeinsamen Diskussion wurde jedoch deutlich, dass die Entsorgung des Atommülls ein großes Problem darstellt. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie und wo der radioaktive Abfall langfristig gelagert werden kann.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Idee diskutiert, Atommüll im Meer zu entsorgen. Außerdem haben wir überlegt, welche Folgen es hätte, den Atommüll tief in der Erde zu lagern. Zum Abschluss haben wir uns die heutige Stromversorgung angesehen und betrachtet, wie sie sich prozentual auf verschiedene Energiequellen verteilt.

Waldtag

Ägypten: Alltag und Götter

Wir haben zuerst versucht gemeinsam Quizfragen zu dem Thema zu lösen. Danach haben wir uns ein paar Götter in einem Buch angeschaut (Sonnengott, Anubis, Isis,….) und darüber gesprochen was die Ägypter glaubten, was nach dem Tod mit ihnen geschieht.

 

Ein paar wenige Kinder von den 15, die sich gemeldet haben, haben die Planung einer freiwilligen Sportwoche begonnen. Hierbei gibt es viel zu bedenken: an welchem Ort kann man die Sportart ausüben, welches Material wird benötigt, wie achten wir auf de Sicherheit der Teilnehmer, wie gestalten wir es so, dass für Große und Kleine immer was dabei ist und auch verschiedenartige Sportarten an einem Tag, damit möglichst viele Kinder etwas finden können, dass ihnen Freude macht. Besonders Emma und Elina waren hier aktiv und zeigen, wie umfassend sie in diesen Themen denken.

 

Spielentwicklung

Alle Kinder haben weiter an ihren eigenen Spielen gearbeitet. Lunis hat begonnen, ein selbsterdachtes „Ratzeburger Monopoly“ zu erstellen.

Technik

In der Werkstatt haben wir angefangen, eine Laserharfe bzw. ein Laserinstrument zu bauen. Laser strahlen eine Fotodiode an, die dann ein Sample triggert – ein Kleincomputer spielt den Ton dann in verschiedenen Tonhöhen ab. Die Challenge war zunächst, die Laser auf einem Versuchsbrett so auszurichten, dass sie genau die Fotodioden treffen. Mit Heißkleber ging es nicht so gut, da brauchen wir im weiteren Verlauf des Projektes eine bessere Lösung. Wir haben es dann schließlich mit 4 Laser hinbekommen und haben damit experimentiert, verschiedene Töne wiederzugeben. Man kann nämlich auch etwas einsprechen, was dann transponiert und mit der Hand, die durch die Laserstrahlen fährt, ausgelöst wird.

Englisch

Wir lesen eine Broschüre zu Adventure Holidays. Die Kinder müssen aus mehreren kleinen Texten einer Broschüre Informationen herausfinden. Trotz vieler unbekannter Wörter gelingt es den meisten, die Informationen zu erfassen. Während der Bearbeitung tauschen wir uns uns über die Vorlieben der Kinder aus: Wer würde die Polarexpedition, wer die Wildwasser-Kayaktour, wer die kulturelle Reise durch Indien oder eine Safari machen? Welche anderen Reiseträume oder Urlaubserlebnisse gibt es in der Gruppe?

Naturtag

Wir entdecken Rehspuren in unseren Beeten und an den neu gepflanzten Büschen sehen wir, wo die Rehe geknabbert haben. Es entstehen heute immer wieder kleine, aber tief gehende Unterhaltungen zu verschiedenen Themen. Die Kinder stellen viele neugierige Fragen zu unserem Geländeplan und der Umsetzung. Hanno baut nach und nach ein “echtes kleines Haus” mit allem drum und dran, macht sich Gedanken, was als nächstes kommt und setzt Stück für Stück seine Ideen um. Auch Lola, Devi und Ida arbeiten weiter an ihren Häusern.

Theater

Im Theaterkurs haben wir heute Improtheater gespielt. Die Kinder hatten so viel Spaß, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten. Auch hier gab es für manche Kinder Herausforderungen: Allein auf der Bühne zu stehen, dabei einen Satz aufzusagen und eine Emotion darzustellen, ist nicht so einfach. Am Ende haben sich alle getraut und waren sehr stolz auf sich.

MSA Deutsch

Wir beschäftigen uns im Rahmen des Themas “Charakterisierung literarischer Figuren” mit Charaktereigenschaften. Anhand einer Liste, die durchaus auch nicht ganz so geläufige Adjektive enthält, die wir zunächst miteinander klären, kommt ein lebendiges Gespräch in der Gruppe zum Thema Charakter und Temperament zustande: Kann man sich (grundlegend) ändern, z.B. wenn man ein introvertierter Mensch ist, oder begleitet einen das durch das gesamte Leben? Wie bildet man einen guten Charakter aus? Wie kommt man (z.B. in der Familie) miteinander aus, wenn Menschen mit völlig unterschiedlichen Temperamenten und Charaktereigenschaften aufeinander prallen? Wie wäre das Zusammenleben, wenn es die große Vielfalt an charakterlichen Unterschieden der Menschen nicht gäbe: einfacher oder schwieriger? Alle Jugendlichen trauen sich, sich am Gespräch zu beteiligen und persönliche Eindrücke und Erfahrungen zu teilen.

In Geschichte beschäftigen sich die Jugendlichen diese Woche mit dem Thema „Ideologie des Nationalsozialismus“.

Gruppenzeiteneinblicke

In welche Richtung fließen eigentlich die Flüsse? Wo ist nochmal welche Himmelsrichtung? Wieviele Bundesländer mit Hauptstadt kann sich jeder merken? Wie heißen die großen Flüsse in Deutschland? Welche Fische leben in ihnen? Was sind Auenlandschaften und wie heißen unsere Nachbarländer auf Englisch? Das sind einige der Fragen, mit denen sich die Paradies-Gruppe in dieser Woche beschäftigt hat.

Wir haben im Gesprächskreis mit den Weltraumgruppe über das Wochenende gesprochen. Die Kinder berichteten von einem Buckelwal, der gerade gerettet wird. Wir diskutierten, warum ein Wal für unsere Gesellschaft scheinbar mehr Wert hat als ein Hirsch. Zudem besprachen wir, warum sich der Wal verirrt hat: Es herrschen viele Geräusche im Meer, und an der Küste sind zahlreiche Fischernetze verbreitet, in die sich der Wal verfangen hat. Unter anderem verfangen sich viele Tiere, wie Delfine, in diesen Netzen. Die Kinder erkennen, dass das Handeln des Menschen in der Natur seine Wirkung hat, und dass Menschen damit mit verantwortlich für die Situation sind.

Die Weltraumgruppe übt weiter an ihrem selbsterdachten Theaterstück dass sie nächsten Monat den Eltern vorführen möchten!

Die Hafengruppe hatte sich zeichnen gewünscht. Obwohl der Wunsch groß war, fällt es einigen der Gruppe nicht leicht, sich der Herausforderung ein Tier zu zeichnen, zu stellen. Jeder möchte gern ein schönes Kunstwerk fertig haben, aber nicht lang daran arbeiten. Es soll „schnell perfekt“ sein. Überall tauchen Schwierigkeiten auf, viele Kinder bitten um Unterstützung. Räumlich zu zeichnen ist neu und so lange an einer Zeichnung zu sitzen, und immer wieder auf ihr Tier hinzuschauen, ist herausfordernd. Nach einer gewissen Zeit entstehen feine Zeichnungen, den Kindern gelingt es mehr und mehr passende Proportionen und Formen auf Papier zu bringen.

Wir haben den Kindern (aus gegebenem Anlass) fiktive, aber dennoch alltägliche Situationen geschildert, in denen ein anderes Kind von einer Gruppe geärgert oder abwertend kommentiert wird.
Im Anschluss haben wir die Kinder dazu ermutigt, ihre persönliche Wahrnehmung und Empfindung zu den geschilderten Situationen auszudrücken. Um ihrem Gefühl sichtbar Ausdruck zu verleihen konnten sie sich in drei „Felder“ -oder auch dazwischen stellen:
Grün: „Die Situation ist ok für mich. Mir geht es gut damit.“
Gelb: „Ich bin mir nicht sicher.“
Rot: „Die geschilderte Situation geht gar nicht für mich. Es macht mich wütend, traurig oder ich will eingreifen.“ Die Kinder positionierten sich entsprechend ihrer Einschätzung und äußerten ihre Gedanken dazu.

Handstandtraining

 

Klettern

Beim Klettern und Sichern ging es diesmal darum, in Kleingruppen selbstständig eine Toprope-Sicherung (baumschonende Umlenkung) zu installieren.

 

Schreiben

Handschrift üben oder mit Diktaten die eigene Rechtschreibung verbessern. Jeder entscheidet selbst, was er in Andreas Schreibangebot üben will.

 

Buchtipps

Wir arbeiten an verschiedenen Buchpräsentationen und Buchtipps. Jeder hat ein Buch mitgebracht und stellt Informationen dazu zusammen. Manche nutzen Vorlagen, andere entwickeln eine eigene kleine Präsentation. Es macht den Kindern sichtlich Spass sich mit Büchern und Geschichten zu beschäftigen und anderen davon zu berichten oder davon zu hören. „Kannst du das Angebot nächste Woche 2x machen?“

Ein Kinder-Zitat aus dem Buchprojekt: „Nee, ich will mir den Film zum Buch nicht anschauen! Das passt dann ja gar nicht zu meinen eigenen Bildern, die mir selbst zu dem Buch im Kopf gemacht habe.“

 

Wir haben diese Woche das Katapult von Leonardo Di Vinci zusammen gebaut.

Einige, wenige Kinder machen immer wieder, (nur wenn sie umgeben von 2 Freunden sind), Bemerkungen zu Einzelnen, die diese verletzten, beleidigen sie, lachen sie aus, oder sagen Dinge wie „Es interessiert niemanden, was du sagst”. Leider passiert das oft, ohne dass sie in dem Moment selbst etwas sinnhaftes zum Kurs oder zum Spiel beitragen. Wir sind daran, mit den Betreffenden in Friedenskreisen zu besprechen, was ihre guten Gründe für ihr Handeln sind, diese zu verstehen, zu schauen, was sie brauchen, damit sie ihr Verhalten verändern können und gleichzeitig klare Grenzen aufzuzeigen. Und, um den anderen (Einzelnen) Kindern auch den Raum zu geben, zu zeigen, wie es ihnen damit geht, und zu erfahren was ihnen helfen könnte.

 

Schulgestaltungskreis

„Heuspielplatz auf dem Grundstück“
Wir besprechen viele Fragen rund um das Thema Sicherheit (Höhe, Sicherheitsbestimmung, kann der Ballen umfallen, man kann sich wehtun wenn man runterfällt, Bodenbelag, Umrandung, Wegrollsperre, Gefahren durch andere Kinder), berechnen die voraussichtlichen Kosten und überlegen, wie das Stroh frisch bleiben kann (Plane). Die Kinder berichten auch von persönlichen Erlebnissen ähnlicher Spielplätze. Konsent: Wir bauen einen Strohspielplatz.

2) Antrag von Karl und Elina: „Ein Ausflug in die Boulderhalle in Lübeck ab 10Jahren.“ Ein paar Kinder kennen die Boulderhalle und geben geben klar verständliche Infos zu der Halle, den Zeiten, dem Platz, den Kosten fürs Klettern. Wir hören die Gründe der Kinder, warum sie den Antrag genau stellen und erarbeiten ein Vorgehen, dass sie Preise, Zeiten und Möglichkeiten für den Transport herausfinden, wer genau mitmöchte, dass sie möglicherweise Eltern um Unterstützung bitten, … dann sehen wir weiter.

3) “Graffiti sprayen lernen – am liebsten mit einem Profi der uns das zeigt“, wünschen sich Ida und Devi. Die SGK Teilnehmer nennen interessante Aspekte und Ideen zu dem Thema: Es gäbe öffentliche Plätze, an denen jeder sprühen darf, die Farbe ist giftig und man darf sie nur mit Maske nutzen, Kreidefarbe geht aus den Klamotten wieder raus, es gibt extra Wände, auf denen man sprühen kann, Nojus Bruder kennt sich aus…Sie wollen sich über die Möglichkeiten, Kosten und anderen Faktoren informieren.

Außerdem gab es Angebote zu töpfern, kochen, Mathe in vier schiedenen Schwierigkeitsgraden Kalligraphie, Englisch in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Programmieren, Scratch, Kunst, Mädchengruppe…

Am Freitag sind viele zur Eisdiele nach Bäk gewandert. Sven und seine Familie haben extra für uns ihr Cafe geöffnet und uns wie immer sehr freundlich und geduldig mit leckerem Eis versorgt bis alle genug hatten. Eine Wanderung ist eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen, sich besser kennenzulernen und um Späße miteinander zu machen.