Wochenbericht 9.2.26 bis 13.2.26

Für unsere älteren SchülerInnen ging es diese Woche in Mathe, Englisch und Deutsch um die Vorbereitung oder Durchführung von VERA 8. Jeder Test besteht aus verschiedenen Teilen/Bereichen des Faches und ist so angelegt, dass die Jugendlichen etwa 50-60% schaffen können. Manche Aufgaben entsprechen einem deutlich höheren Niveau und sind für SchülerInnen gedacht, die in dem Bereich weit voraus sind. Auch wenn wir unseren Schülern das erklärt haben, wollen sie unbedingt alle Aufgaben schaffen.

Rauchende Köpfe in der Vorbereitungsgruppe beim Bearbeiten der VERA 8-Englischaufgaben, die echt herausfordernd sind. Aber einige haben auch den eigenen Frust ausgehalten und sich bis zum Ende durch die Hör- und Lesetexte gekämpft.

Wir üben uns durch die vielen Regeln und Bereiche der Rechtschreibung hindurch. Und davor muss man überhaupt erstmal verstehen, was in der Aufgabe verlangt wird. Einige der Aufgabenformate sind uns schon bekannt, andere sind für viele neu.

Nach so viel VERA stand unsere Gruppenzeit ganz unter dem Motto „Erzählt euch mehr“ und wir haben uns über spannende Fragen ausgetauscht, wie z.B. Welchen Beruf würdest du für einen Monat ausprobieren? Wo würdest du gerne ein freiwilliges Jahr machen? Welche Musik hörst du zum Entspannen? Welche Gemeinsamkeiten findest du mit 3 anderen der Gruppe?

Diese Woche hat sich der Faschingskreis fast jeden Tag getroffen, um das Fest vorzubereiten. Die Mädchen hatten Lust auf eine gelungene Party und waren bereit, dafür Zeit und Mühe zu investieren. Dazu gehörte: einen Ablaufplan erstellen und mit Inhalten füllen, bedenken, dass sie Party für alle Altersstufen geeignet sein muss, verschiedene Plakate gestalten, überlegen, wie die Räume „eingerichtet“ werden und welche Deko es dazu braucht, Deko besorgen und herstellen, viel Schreibarbeit, eine Playliste mit Wünschen aller Schüler erstellen, Beleuchtung überlegen, und natürlich die Regeln festlegen, denn wir haben aus den letzten Jahren gelernt.…ja, und dran bleiben, weil wir jeden Tag auch nach einer Stunde konzentriertem Arbeiten immer nur einen Teil geschafft hatten.

 

Am Montag bei Parkour mit Lukas gab es ein ausgiebiges Aufwärmtraining, Übungen zu Handstandüberschlag vom Kasten und danach Salti, Ariel, Barani und Flickflack auf der Airtrack. Unsere üblichen, täglichen Bewegungsangebote kennt ihr ja.

 

Doro hat mit ihren Gruppenzeitkindern ein Theaterstück geübt. Manche Proben fanden in der Aula statt. Einige Kinder sind sehr begeistert vom Theater und es macht ihnen besonders viel Spaß.

Annas Vulkanecke lockt verschiedenste Interessenten an und diese Woche haben mehrere Kinder gemeinsam das Vulkan-Modell farbig gestaltet.

 

Edward hat ein neues Angebot gestartet: Stop Motion Videos.

Man macht ganz viele Fotos von einem Bild -mit ganz leichten Veränderungen -hintereinander und daraus entsteht ein kleiner Film.

Beim Kurs Nähen mit Andrea und Uschi geht es endlich an die Nähmaschine. Uschi erklärt und gibt Tips. Jule gibt auch Tips. Anna näht einen Rucksack, Jule eine Mütze für ihr Kuscheltier, andere Kinder suchen sich einen Stoff für ihr Nähprojekt aus. Nähen macht Spaß  – und es fordert von unseren jungen Näherinnen die Bereitschaft längere Zeit konzentriert und präzise zu arbeiten und auch bei Schwierigkeiten dran zu bleiben, sowie manche Arbeitsschritte zu wiederholen, bis ihr Projekt endlich fertig ist.

Beim Werken kann es auch mal passieren, dass ein Werkstück beispielsweise zu fest eingespannt wird und dann bricht. Das ist im ersten Moment traurig und der junge Handwerker ist konfrontiert, damit umzugehen.

Henri hatte die Idee für das Experiment “Luftballon mit Düsenantrieb”. Ein Luftballon an einen Strohhalm geklebt, welcher an einer gespannten Schnur hängt, düst durch den Raum. Die Kinder hatten viele Ideen. Die erste Frage: Wie rum muss man den Luftballon überhaupt befestigen? Wie weit wird er wohl düsen?  Dann wurde überlegt, warum passiert das überhaupt? Auch da kamen die Kinder nach und nach auf gute Ideen und Erklärungen.

Und dann entstanden noch weitere Umsetzungen. Wie weit müssen wir den Luftballon aufpusten, damit er es genau zu einer bestimmten Stelle schafft? Es wurde eine zweite Schnur gespannt, damit wir ein Rennen machen können. Wer kommt weiter, ein runder oder länglicher Ballon? Schaffen wir es, einen Ballon so voll aufzupusten, damit er es bis ganz rüber schafft (ja haben wir)? Wird so eine Rakete schneller, wenn wir zwei oder gar drei Luftballons an den Strohhalm kleben? Oder stört es eher? Auch nach der Angebotszeit kamen immer mal wieder Kinder, die sich mit dem Experiment auseinandergesetzt haben.

Aktuell gibt es noch den Zahlenstrahl auf dem Boden des Weltraumes. Dieser lädt immer mal wieder Kinder ein, sich damit zu beschäftigen. Er wird dann z.B. abgelaufen, oder abgehüpft, auch rückwärts. Raik hat die Woche verschiedene Flieger gebastelt und diese dann mit Hilfe des Zahlenstrahls getestet. Umso besser der Flieger, desto weiter ist er gekommen.

Es werden immer noch gern geheime Nachrichten gelesen und dann selbst geschrieben/gemalt. Eine schönes Spiel, wo sich ganz nebenbei mit der Anlauttabelle auseinandergesetzt wird.

Viele Kinder nutzen das Angebot im offenem Weltraum ein eigenes Freundebuch zu erstellen. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Vorlagen zu nutzen oder ein ganz eigenes zu kreieren. Dadurch sind viele verschiedene Freundebücher entstanden. Durch das Erstellen, aber auch durch das Ausfüllen der Bücher sind viele Kinder ins Schreiben gekommen. Fragen wurden zum Teil abgeschrieben (und vorher erlesen), einige aber auch selbst überlegt. Gerade für Lese- und Schreibanfänger war es eine große Herausforderung die Fragen zu lesen und schriftlich zu beantworten. Die SchülerInnen haben sich dabei auch gegenseitig unterstützt.

Freitag, der 13.2.

Alltag im Büro:

Nur bei der Kuscheltierschule ist was los:

 

Am Freitag haben wir  unsere fröhliche Faschingsparty gefeiert. Wir haben jetzt ein paar Jahre Erfahrung und die Kinder kennen viele Abläufe schon. Neben aller Freude gibt es auch immer mal wieder Tränen. “Mein Hut ist kaputt gegangen.” “Ich bin im Dunklen mit jemandem zusammengestoßen und hingefallen.” “Meine Diskokugel ist kaputt!” “Meine Pistole ist weg.” “Mir hat jemand Klopapier ins Gesicht geworfen.” Vieles kann man auf kurzem Wege klären, Kinder lassen sich trösten und die Teile wieder zusammenbauen; manche jüngere Kinder sind Mittags einfach müde und voll mit den vielen Eindrücken des bunten Vormittags. Einen ganzen Vormittag laute Musik, ein Gewusel von Menschen, die fast alle größer sind als man selbst, verlangt einem jungen Kind wirklich viel ab. Auf die Klopapierschlacht zu verzichten wäre ein absolutes NoGo. Ohne Große? “Nein, wir wollen mit den Großen spielen.”

Wir merken immer wieder, wie schwierig es ist, “allen gerecht werden zu wollen” und alle Bedürfnisse von 6 bis 16 Jahren unter einen Hut zu bekommen. Auch wenn aus Erwachsenensicht sich “unsere Kinder” immer achtsamer zueinander verhalten und zB bei der Klopapierschlacht die Kinder innerhalb ihrer Gruppen miteinander “kämpfen” und nicht “gegen Jüngere” passiert es trotzdem, unabhängig von Alter und Größe, dass mal jemand einen Arm hart abbekommt oder zusammenstößt und hinfällt. Wir konnten beobachten, dass (diesmal nur sehr wenige) kleinere Kinder auch mal in einen Übereifer geraten können und besonders den Größeren das Klopapier auf eine grobe Weise entwenden. Dabei kommt es immer wieder zu klaren Abgrenzungsmaßnahmen. Ab einem Entwicklungsstand, der ihnen mehr Überblick ermöglicht, verstehen die Kinder meist von selbst, dass ihr Freund (oder auch ein weniger befreundetes Kind) ihnen nicht weh tun wollte bzw. dass es sich um ein Spiel handelt und nicht bitteren Ernst. Für einige (besonders kleinere) Kinder ist es noch schwer zu erkennen, dass ihnen niemand absichtlich weh tun wollte, was ein paar Wenige momentsweise sehr frustriert. 

Immer wieder kommen dann die Gedanken, Spiele zu trennen oder 2 Räume mit 2 Parties zu machen. Aber wo ist dann die Trennung? Und wer will die im Endeffekt? Mit allen zusammen macht es einfach am meisten Spaß. Wenn jemand ein paar gute Ideen hat, schreibt uns gern!

Mehr Faschingsbilder findet ihr im Faschingsfotoartikel.