Wochenbericht 15.6. bis 19.6.26
Einblicke in unsere volle Schulwoche Mitte Juni:
Insekten Angebot:
Wir erstellen Steckbriefe zu heimischen Tag- und Nachtfaltern. Beim Abmalen der Tiere stellen wir fest, dass Schmetterlinge vier und nicht zwei Flügel haben. Dafür muss man ganz schön genau hinschauen. Wir lernen außerdem zwei Methoden von Schmetterlingen kennen, sich vor Fressfeinden zu schützen: Tarnung oder Mimikri.
Weiter geht es mit der Metamorphose. Es bezeichnet die Entwicklung/Verwandlung eines Insekts vom Ei bis zum erwachsenen Tier. Mit Hilfe der kleinen Figuren legen wir auf Baumscheiben die Lebenszyklen verschiedener Insekten. Die jüngeren Kinder warten ungeduldig, bis die Kreise einmalig vollständig gelegt wurden. Danach entwickeln sie eigene Spiele mit den Figuren und Anna kann beobachten, dass sie ihr neues Wissen über die Lebenszyklen gleich in ihr Spiel eingebaut haben.
Ein Teil des Kurses findet draußen statt – denn echte Insekten sind am spannendsten. Flo findet einen Zweipunktmarienkäfer und zwei Marienkäferlarven. Außerdem hat er ein Blatt mit Gallen gefunden. Eine grüne Blattlaus hat er (aus Versehen) auch noch mitgebracht.
Zum Vertiefen hat Anna viele schöne (Spiel-) Materialien mitgebracht, die die Kinder gerne nutzen. Lola zieht Anna beim Insekten-Memory ab. Lola kennt inzwischen fast alle Raupen, Käfer, Schmetterlinge beim Namen, Anna nicht. Die blauschwarze Holzbiene ist nach wie vor Lolas Lieblingsinsekt.
Schreiben lernen beim Stundenplan-Erstellen… Wie schreibt man Computer? Mit C oder mit K?
Waldtag mit süßen Kröten und wilden Erdbeeren:
Im offenen Weltraum hat eine Schülerin weiter an ihren Stationen zum Thema China gearbeitet. Andere Schülerinnen wurden neugierig und versuchten sich an den chinesischen Schriftzeichen. Dabei haben wir auch unsere Schrift mit der chinesischen verglichen. Für das Wort Mensch brauchen wir viel mehr Zeichen. Dafür haben wir aber viel weniger Zeichen. Das Arbeiten mit Reispapier und den chinesischen Pinseln lädt zum Ausprobieren ein.
Die Paradiesgruppe hatte heute in der Gruppenzeit Besuch von Matti. Jeder hat drei Sätze über das letzte Wochenende geschrieben: ein Satz davon sollte eine Lüge sein. Danach haben sich alle gegenseitig die Sätze vorgelesen und versucht, die jeweilige Lüge zu enttarnen. Die besten Enttarner haben 8 von 12 Lügen erkannt. Spannend war, was manche für offensichtliche Lügen gehalten haben…
Am Dienstagabend fand unser Elternabend mit Kiki und Olesja für die kommende 1. Klasse statt.
Dieses Jahr gestalten die Eltern die Schatzkisten für ihre Kinder und hatten die Gelegenheit sich gegenseitig schon mal ein bisschen kennenzulernen. Die Stimmung war fröhlich und offen.
„Erzählt euch mehr“ in der Gruppenzeit. Wir sprechen lange darüber, wie man selbst mit Ablehnung umgeht, ob Geheimnisse in Partnerschaften okay sind und ob man ein Essen im Restaurant zurückgeben würde oder nicht. Zum Schluss gab es noch eine lustige Gruppen-Challenge.
Werken: Die Kinder arbeiten weiter an ihren Murmelbahnen. Ist der Rahmen erst fertig, kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Die Kinder entscheiden sich gegen eine Planungszeichnung auf Papier und starten direkt mit dem Zuschnitt der Elemente für die Bahn. Zum Glück konnten wir neue Japansägen anschaffen mit denen die Arbeit leichter von der Hand geht. Eine gute Gelegenheit zu besprechen, dass der achtsame Umgang mit Materialen sich positiv auf die Freude beim Werken auswirkt.
Konstruktionskurs: Baue etwas, das auf einer gespannten Schnur in der Waage bleibt. Aus einer Reihe von Haushaltsartikeln erschaffen die Kinder kleine Bauwerke, die anfangs nicht so richtig balancieren wollen. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass Gewichte sehr hilfreich sind. Auch eine große Spannweite des Bauwerks erleichtert es ungemein, ein Gleichgewicht herzustellen.
Florian hat einen Katamaran selber gebaut und wollte den gerne auf dem See testen. Er hat treue Begleiter gefunden und gemeinsam wurde das Boot ins Wasser gelassen. Beim ersten Test ist aufgefallen das es etwas untergeht weswegen es direkt wieder in die Werkstatt ging, um es aufzubessern. Dabei wurde auch die Schnur verlängert und direkt ging es wieder zum See. Diesmal wurde geschätzt und dann an der Schnur gemessen wie weit hinaus der Katamaran vom Wind getrieben wurde. Ganze 11 Meter wurden geschafft! Die Jungs haben sich sehr gefreut und planen schon die nächsten Ideen.
Naturtag – Die Kinder kümmern sich um ihre eigenen kleinen Gärten oder Häuser, spielen mit den neuen kleinen Heuballen oder eigene, freie Spiele. Sie finden eine tote Maus und begraben sie.
Am Donnerstag hatten wir Besuch von zwei Lehrerinnen aus Mölln, die sich unsere Schule angeschaut haben und besonders daran interessiert waren, wie wir Beziehung leben. Eine Hospitation in unserer kleinen Schule machen wir selten, denn der Beobachter verändert, ohne dass er das bewusst möchte, die Situation. Diese beiden Lehrerinnen wurden als achtsam und sehr freundlich wahrgenommen und wir haben uns über ihren Besuch und den Austausch gefreut. Sie haben uns live erlebbar von den Engen und Zwängen des Schulsystems berichtet, in dem sie arbeiten, und auch davon, welche Wirkung das auf die Kinder und Erwachsenen in der Schule hat. es gibt einige Menschen, wie sie selbst, die dies gern verändern möchten, um Schule für Kinder und Erwachsene wieder zu einem guten Ort für alle zu machen. Sie konnten uns auch praktische Ratschläge für Themen geben, die uns gerade wichtig sind.
Eine größere Gruppe Kinder ist am Donnerstag mit Manuel, Olesja und Yvonne zu Lukas` Parkourevent nach Bad Schwartau gefahren. Außerdem hat Michael sich die Zeit genommen unsere Kinder zu fahren und mit der Kamera tolle Momente für uns zu einzufangen.
Kochen mit Olesja:
Mattis und Raik präsentieren ihr Angebot ‚Star Wars‘. Am Anfang werden die Regeln erklärt (zuerst fragen, dann anfassen). Dann berichten die Beiden über Star Wars und animieren dieTeilnehmenden, Figuren abzuzeichnen.
Und am Ende initiiert Mattis noch eine Feedback Runde: „Hat es euch gefallen? Sollen wir das nochmal machen?“
In der Gruppenzeit erarbeiten wir anhand von anschaulichen Beispielen, wie wir vorgehen müssen, wenn wir eine reglose Person vorfinden. Da bei einem Herzkreislaufstillstand schon nach 3-5 Minuten unwiderrufliche Hirnschäden auftreten können, reicht es leider nicht auf den Rettungswagen zu warten. Die meisten dieser Ereignisse treten im Freundes- und Familienkreis auf, so dass jede(r) auf besonders persönliche Weise betroffen sein kann. Es ist gut vorbereitet zu sein. Wir üben die Reanimation zu ‚Highway to hell‘ oder ‚Atemlos durch die Nacht‘. Für die richtige Geschwindigkeit beim Drücken ist es sinnvoll ein passendes Lied im Kopf zu haben. Bei allen Unsicherheiten die bleiben ist hoffentlich allen klar geworden: Der einzige Fehler, den wir machen können, ist nichts zu tun.
Biographiearbeit und Vorbereitung der Präsentationen in der Gruppenzeit
Wir haben uns mit allen Kindern und Jugendlichen getroffen, um die Schulfahrt in den Harz zu besprechen. Insbesondere ging es um unser Verhalten während der Reise und den vielen Umstiegen, damit wir alle zusammen heil ankommen.
Malin hatte diese Woche hospitiert, weil sie gern ein FSJ an unserer Schule machen möchte.
Die Woche war geprägt von vielen intensiven Theaterproben und Spannungen innerhalb der Gruppe. Ein Theaterstück „bühnenreif“ auf die Beine zu stellen fordert viel von Kindern und Erwachsenen. Während manche Kinder ganz klar ihre Verantwortung wahrnehmen und darüber hinaus sich auch um andere kümmern, gibt es andere, die das noch nicht so fühlen können, weil sie noch viel jünger sind, und zwischendurch „verschwinden“, noch nicht merken, wenn ihr Einsatz kommt, die ihre Sachen nicht dabei haben, die sich ihren Text nicht merken können….Die Lernbegleiter befinden sich in diesem Spannungsfeld und versuchen das Beste draus zu machen. Sie möchten gern das erklärte Ziel der Kinder unterstützen, sind aber gleichzeitig auf vielen Nebenschauplätzen gefordert.
Viele Monate lang hat Edward regelmäßig lange Fortbildungen besucht, um sich in seinem Fach Musik/Pädagogik weiterzubilden und um zum Abschluss schließlich eine Unterrichtsgenehmigung für unsere Schule zu bekommen. Diesen Freitag sind die Prüferinnen vom Ministerium zu Edwards Musikkurs gekommen und waren begeistert! Herzlichen Glückwunsch, lieber Edward, und ganz herzlichen Dank für dein Engagement für unsere Schule!!



















































