Wochenbericht 16.2. bis 20.2.26
Manuel hat unsere Projektwoche organisiert – diesmal mit einer Abstimmung per Lernbegleiter-Handy. Dort haben wir jedes Kind in seine 3 Lieblingsprojekte eingetragen und uns bemüht den 1. oder 2. Wunsch zu erfüllen. Mit den wenigen Kindern, bei denen das nicht geklappt hat, haben wir gesprochen und Lösungen gefunden, mit denen alle zufrieden sind. Ein Beispiel dafür: “Alle meine gewählten Projekte kommen nicht zustande. Ich hätte schon Lust beim Theaterprojekt mitzumachen! Ich möchte nur nicht auftreten.” Und für so eine klare Ansage kann man ja eine Lösung finden. Schliesslich, um bei dem Beispiel zu bleiben, besteht das Projekt Theater nicht nur aus Schauspielern, die auf der Bühne stehen.
Und diese vier Projekte werden es sein: Film, Theater, Präsentieren und Spiele entwickeln. Am kommenden Montag finden die Vorbesprechungen dazu statt.
Im Hafen ist diese Woche eine Unterwasser Welt Ecke entstanden! Lia, Kiki und Olesja haben immer wieder daran gearbeitet und Lia hat mit den Kindern dazu einen Messstreifen auf den Boden geklebt, dort kann man Ablesen wie lang die einzelnen Meerestiere eigentlich wirklich sind, es sich vorstellen und vergleichen. “Niemals ist der Riesenmanta 8 Meter groß!” “Die sind wirklich so groß und leben alle im Meer? Ist ja gruselig” Nebenbei lernt man den ein oder anderen Funfact. “Wusstest du, dass der Mondfisch bis zu 6 Monate ohne Nahrung leben kann?!”
Am Montag hatten sich die Kinder mittags im Tigernest eingefunden, die Wiebke für ihr Akupressur und Akupunktur Angebot noch mal danken- und sie verabschieden wollten. Zwei Mädchen hatten eine kurze Tanzshow einstudiert, einige Kinder hatten etwas Herzliches geschrieben oder gemalt.
Die Parkour Fans haben Handstandüberschlag vom Kasten (runter) und das gleiche später über den Kasten geübt. Auf der Airtrack hat jeder geübt, was er gern lernen möchte: FlickFlack, Salto, Rückwärtssalto, Barani, Sideflip und manchmal Kombinationen daraus. Magnus übt (ihr müsst euch das Wort jetzt in einer Bewegung denken): Radwende-Rückwärtssalto-Vorwärtssalto-Radwende.
Hier seht ihr eine ganz eigene Methode, um beim Töpfern eine runde Form zu erhalten. Es waren diesmal einige Kinder sehr ausdauernd und vertieft dabei und haben schöne, kreative Dinge aus Ton erschaffen.
Heute beim kochen haben wir Lasagne gekocht – und dabei gelernt, wie man eine richtig gute Béchamelsoße macht. Eine andere Gruppe hatte mehr Lust auf etwas Herzhaft-Würziges und hat sich für Linsen-Dahl mit Reis entschieden. Am Ende haben wir alle zusammen genossen – es war superlecker! „Wow, das ist so lecker!“ und „Diese weiße Soße macht so den Unterschied!“ waren die Kommentare am Tisch.
Technik:
Wir haben Bürsten-Roboter gebaut. Dafür hatten wir Vibrations-Motoren, wie sie auch in Handys sind, Fingernagel-Bürsten und Batterien. Die Motoren haben wir auf die Bürsten geklebt und dann vibrierten sich die Mini-Roboter vorwärts – oder aber im Kreis oder alles durcheinander. Manche Kinder haben Holzteile, eine Beleuchtung- oder Stoßstangen angebracht. Manche Roboter wurden mit mehreren Motoren ausgestattet. Wir wollen das nächste Mal weiterbauen, vielleicht mit einem Parcour oder einer Wettkampfarena.

Rodeln am Naturtag: Einige Kinder hatten Lust auf Rodeln und so sind wir noch mal zu unserem Rodelberg gelaufen. Der Weg klappt, die Kinder halten sich an die Regeln, passen auf, die größeren Jungs haben von selbst auf uns gewartet, als sie gemerkt haben, dass die Jüngeren langsamer gehen. Wir erklären, warum bestimmte Dinge nicht erlaubt sind, wie den gefrorenen See zu betreten. Die Grenzen werden erfragt – und nicht überschritten.
Die Vorbereitungsgruppe hat sich in dieser Woche mal wieder an kleinen Rollenspielen probiert. Dabei haben wir festgestellt, dass das Fragenstellen auf Englisch gar nicht so leicht ist. Who und Where darf man nicht verwechseln und dann braucht man meistens noch ein „do“ in der Frage, das auch manchmal ein „does“ ist. Und dann ist die Reihenfolge der Wörter auch noch anders als auf Deutsch…. Aber wir haben immer wieder Fragen nach einem „Bauplan“ gestellt – und irgendwann war es viel logischer.
Die Gruppenzeit im Hafen übt nach einer Matheepoche nun ihre ersten Sätze auf Englisch.
Im Dschungel haben wir das neue Tabu-Spiel ausprobiert. So schnell wie möglich Wörter wie „Faulenzen“, „Matrose“, „Peeling“ oder „Schlagersänger“ zu erklären, ohne die vorgegebenen Tabu-Wörter zu benutzen oder eben möglichst schnell zu erraten, was der Teampartner da eigentlich meint, ist gar nicht so einfach und braucht Phantasie und Konzentration – es gab ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen und mega viel zu lachen. „Ne Art Hund mit Flügeln und Schuppen…“ Na, was ist das?
Im Schulgestaltungskreis haben wir beschlossen vor den Ferien ein Osterfeuerfest mit allen (die möchten,) zu feiern und freuen uns schon sehr darauf!
In der letzten Zeit beobachten wir, dass es einigen Kindern schwer fällt, nach der Gruppenzeit noch aus ihrer Ecke oder von ihrem Sitzplatz wegzukommen. Auch wenn sie in privaten Gesprächen sagen, sie finden Angebote gut, und würden gern dorthin kommen, tun sie es nicht. Umgekehrt, wenn sie einmal in einem Angebot sind, und sei es auch nur etwas unspektakuläres wie Grammatik (entschuldigt bitte die Wertung, sie soll das Bild nur klar machen), dann sehen wir, sie können sich da rein arbeiten und sind stolz wenn sie es geschafft haben.
Doro und Olesja proben mit den „Weltraumgruppen“ Kindern ein Theaterstück mit Lied, das mehr und mehr Form annimmt.
Elina nimmt im Mathekurs der Vorbereitungsgruppe die Rolle der Lernbegleiterin ein und erklärt den anderen SchülerInnen, wie man richtig rundet und worauf man dabei achten muss. Sie denkt sich eigene Aufgaben aus und bespricht diese mit den anderen.
Unser eigenes Turing Tumble ist da und war diese Woche auch gleich im Dauereinsatz. Die Einteilung, wer wann damit arbeiten darf, haben die Kinder sehr gut organisiert bekommen.
Zwei Jungs haben zusammen mit dem Turing Tumble gearbeitet und kamen dabei ins Gespräch. Beide erzählten am Ende, dass sie sich vorher überhaupt nicht leiden konnten, aber jetzt gemerkt haben, dass der andere “voll ok” ist und sie sich jetzt sogar mögen.
Das regelmäßige, individuelle Lesetraining mit Doro nehmen einige Kinder gerne an – und wie schnell sieht man die Fortschritte!
Einblicke in die Nachsynchronisierung von Peppa Wutz, ein Projekt das die Kinder über Stunden gefesselt hat. Edward spielt eine kleine Filmsequenz ab und die Kinder erfinden dazu neue Dialoge, oder sprechen mit ihren Stimmen den Dialog neu, überlegen sich passende Geräusche und passende Musik und spielen das ganze professionell ein, bis eine neue Tonspur zu den Bildern entsteht.
Werken:
Einige Kinder haben am Freitag zum ersten Mal die Drechselmaschine ausprobiert: “Ich finde dafür, dass ich das zum ersten Mal gemacht habe, ist es mir schon echt gut gelungen.‘
Wir wollen eine Holzkiste bauen, die Bretter sind allerdings verzogen. Durch das anfeuchten der konkaven Seite und das anschließende Einklemmen, können wir die Bretter etwas begradigen.
Mit der Fräse erstellen wir eine Nut, in die wir anschließend den Boden einlegen können. In einem Fall verbinden wir die Seitenwände mit Schrauben, in einem anderen Fall erstellen wir eine aufwändige Leimverbindung. Es ist erstmal schwer mitanzusehen, wenn jemand anders schneller fertig ist. Am Ende überwog aber die Freude über die schöne, schraubenlose Verbindung.
Eine Gruppe Kinder hatte im Friedenskreis beschlossen, dass sie gern wieder etwas Schönes zusammen machen wollen, um zu stärken, dass sie sich trotz aller Konflikte auch immer wieder gut verstehen und dann viel Freude zusammen haben. Sie bekamen diese Woche eine Stunde Exklusivzeit in der Aula mit Manuel.
Und zum Wochenausklang gab es wieder einen Bewegungsparkour für alle in der Aula.
Liebe Eltern,
beim kommenden Elternabend wollen wir euch über neue Entwicklungen aus der Schule informieren…
Wir haben eure Gedanken von unserem letzten gemeinsamen Abend aufgegriffen und angefangen, daraus einen wertvollen, würdigen und den jungen Menschen bestmöglich entsprechenden Schulabschluss zu schaffen. Darüber möchten wir euch berichten und gern eure Gedanken dazu mitnehmen.
Wie möchten eure Fragen aus dem Chat beantworten, in dem Sinne, wie die Schule generell zu bestimmten Themen steht wie wir im Alltag damit umgehen (Diversität, Sexualität, Politik, Religion, Menschen mit Beeinträchtigungen und Menschen mit Wurzeln aus einem anderen Land).
Wir möchten auch einen Raum schaffen, um allen die Möglichkeit zu geben, Verletzungen, Wut und Unverständnis aus Konflikten, die vor einer Weile in unserem gemeinsamen Chat offen gelegt wurden, zu äußern, damit gehört zu werden und hoffentlich heilen zu können. Wir freuen uns auf euch!



















