Bosotag: Anwalt – mit Broder am 8.5.26
Broder hat uns zunächst einen ausführlichen Einblick gegeben darüber, welche Berufe man mit einem Jura Studium ergreifen kann. Zum Beispiel Richter, Anwalt, Notar oder Staatsanwalt. Er selbst hatte zunächst Chemie studiert, weil ihn das praktische Arbeiten so interessiert hatte. Sein Chemiestudium erwies sich jedoch relativ theorielastig und sehr arbeitsintensiv. Durch Zufall hat er bei einer Juravorlesung teilgenommen und war begeistert. Das war der Wendepunkt. Jura klang praktisch, nachvollziehbar und alltagsnah und Broder hat sich also umentschieden und angefangen, Jura, (das bedeutet „Recht“) zu studieren. Heute ist er Anwalt und Notar. „Ich bin so froh, dass ich damals das Studium gewechselt haben, denn Jura hat mich echt begeistert und ich liebe meinen Beruf!“, sagt Broder.
Um Anwalt zu werden muss man Abitur machen und 9 Semester lang studieren und mehrere schwierige Prüfungen ablegen, die auch schon mal ein paar Stunden dauern können.
Broder hatte extra eine Powerpoint Präsentation für uns erstellt. In seiner Präsentation konnten wir z.B. auch ein Bild von einem typischen Anwaltsbüro sehen und natürlich waren die wichtigsten Punkte hier zusammengefasst.
Mit Jura haben wir es überall im Leben zu tun, meist, ohne dass wir darüber nachdenken oder davon wissen. „Du findest ein Handy, darfst du es behalten?“ „Darf ein 13jähriges Kind sich ein teures Handy kaufen?“ „Du kaufst dir im Laden, einen neuen Laptop. Nach 2 Wochen ist der kaputt. Was kannst du tun?“ „Jemand verkauft dir ein kaputtes Auto, ohne dir von dem unsichtbaren Schaden zu berichten. Darf man sowas? Und: was kann ein Anwalt für dich tun, wenn es dir passiert ist?“
Wir hören, dass es drei verschiedene Bereiche in den Rechtswissenschaften gibt: Zivil Recht (Beispiel: Mietvertrag,) Strafrecht (Beispiel: Körperverletzung, Einbruch) und öffentliches Recht. Broder hat uns einige Bespiele zu den verschiedenen Bereichen gegeben und erzählt, dass man schon während des Studiums immer mal im Gericht bei Verhandlungen dabei ist so dass man von allen Bereichen schon mal etwas erlebt.
Wir erfahren auch den Unterschied zwischen Notar und Anwalt: Der Notar stellt Urkunden, Zertifikate und Verträge aus. Ein Anwalt steht auf der Seite seines Mandanten und verteidigt ihn, auch wenn der Mandant unter Umständen gegen das Gesetz gehandelt hat. Ein Anwalt hilft Menschen, die sich streiten, eine gerechte Lösung zu finden und steht ihnen zu Seite, falls der Fall vors Gericht geht.
Das Büro ist der hauptsächliche Arbeitsort eines Anwaltes, das meiste erledigt er am Computer. Manchmal geht er auch ins Gericht oder trifft sich mit seinen Mandanten.
Wir könnten heute mal sehen, mit was für dicken Büchern Anwälte früher immer gearbeitet haben. Heute geht auch vieles digital. Das Gesetzesbuch (BGB) ist mindestens 15cm dick, die Seiten sind extrem dünn, die Schrift sehr klein und die Sprache klingt für Kinderohren erst mal umständlich. Hier stehen alle Gesetze drin. Durch einige praktische Beispiele konnten wir einen Einblick in den Inhalt bekommen. Außerdem hat Broder uns auch seine Robe gezeigt. Das ist eine Art Umhang in schwarz. Die Robe ist Tradition in dem Beruf und niemand anders darf sie tragen, so dass man einen Anwalt gleich erkennen kann.
Am Ende konnten wir noch viele Fragen stellen. Es war sehr spannend und sehr informativ!
Herzlichen Dank an Broder!!


