Wochenbericht 23.2. bis 27.2.26
Unser Wochenausklang zu Beginn: Freude bei Manuels Bewegungsparkour in der Aula.
Am Montag haben wir für die kommende Woche alle Projekte vorbesprochen. In manchen Projekten wurden Untergruppen gebildet und Materiallisten erstellt. Es wurden Ziele formuliert: was soll bei der Projektwoche herauskommen? Manche haben auch einen Plan gemacht: Was muss bis wann fertig sein, damit wir das alles schaffen? Die Theatergruppe hat diese Woche schon die Rollen besprochen und verteilt und die SchauspelerInnen haben angefangen ihre Texte zu lernen. Gleichzeitig gab es für jemanden, der festgestellt hat,: “Alle meine Freunde sind in einem anderen Porjekt und ich wollte eigenltich dieses mit ihnen zusammen machen”, die Möglichkeit, das Projekt zu wechseln.
Am Dienstag hatten wir Besuch von ganz jungen Kindern (und ihren Eltern) die gern ab Sommer auf unsere Schule gehen möchten. Die Kinder einen kurzen Schultag im Weltraum erlebt, die Eltern waren mit Manuel und Andrea in der Küche und haben sich ein wenig kennengelernt und zu gewünschten Themen ausgetauscht.
Was macht die Abschlußgruppe grade:
Wir lernen erste sprachliche Mittel anhand von Werbeslogans kennen: Personifikation, Metapher, Vergleich, Alliteration, Hyperbel, Neologismus, rhetorische Frage. Anschließend üben wir die manchmal etwas schwierige Unterscheidung von Personifikation und Metapher.
Wir wiederholen die Begriffe „einstufiges und mehrstufiges Zufallsexperiment“ sowie Laplace-Experimente. Dann haben wir gemeinsam an der Tafel ein Baumdiagramm (inklusive der Produktregel) für das mehrstufige Zufallsexperiment Münze-Werfen sowie das Ziehen aus einer Urne mit Zurücklegen erarbeitet.
Zunächst bearbeiten die Englischfans einen kurzen Text “Language Festival at St. Paul’s College” als Inspiration für ihre Schreibaufgabe: Write an Invitation to a Language Festival.
Wir beschäftigen uns mit einer klassischen Kurzgeschichte von Max von der Grün. Wir vermuten anhand des Titels, worum es in der Geschichte gehen könnte, lesen die Geschichte und bewegen im Anschluss, ob unsere anfängliche Einschätzung richtig war. Wir tauschen uns über unbekannte/heutzutage ungebräuchliche Begriffe aus und verschaffen uns einen groben Überblick über die Merkmale von Kurzgeschichten.
Einblicke in unsere kreativ Räume:
Ein paar Mädchen wünschen sich eine Herausforderung beim Stricken und landen bei der Idee, einen Pullover zu stricken. Dazu erlernen sie eine neue Stricktechnik. Sie sind sehr motiviert und möchten das Projekt umsetzen, obwohl klar ist, dass es lang dauern wird.
Ein Projekt zu Ende zu bringen, kann gefühlt und auch zeitlich gesehen, ganz schön lange dauern. Auch beim Töpfern. Hier erleben wir immer wieder, dass Kinder darauf richtig Lust haben und dass ihnen diese Neugier und diese Freude am Tun die Motivation zum Durchhalten gibt.
Otto hat weiter an seiner eigenen Entwicklung getüftelt und das jetzige Ergebnis kann sich sehen lassen! Er hat mithilfe von Drehscheibe, Töpferwerkzeuge und Werkbank versucht, den Ton in eine bestimmte Form zu bekommen. Durch seine Erfahrungen vom letzten Mal wusste er schon, was er berücksichtigen muss. Zum einen muss der Ton feuchter sein und er hat einen anderen Tonschaber genommen. Selber etwas zu erfinden, etwas Neues auszuprobieren, den Raum haben, an seiner Sache herum zu tüfteln, bis man zu einem persönlichen Ergebnis kommt, fühlt sich so lebendig an!
Unsere Parkour Fans haben diese Woche mit Lukas Kick Up, Handstandüberschlag & Rückwärtssalto, sowie Radwenden, Handstandüberschlag und Flickflack geübt.
Das „Spiel der Woche“ ist Twister. Junge Menschen, die zum Teil ziemlich verknotet auf der Matte liegen, hocken, knien…hier ist Beweglichkeit angesagt. Und der Spaß ist groß!
Jonas baute heute mit Hilfe des Turing Tumbles eine Zählmaschine mit der er im Binärsystem erst die Kugeln vorwärts und danach rückwärts zählen kann. Dafür benutze er sogenannte Bits (Schalter) die entweder den Zustand 0 oder 1 einnehmen können.
Zitat: “Ach, ich hab es. Ich muss das einfach nur binär coden” (Schüler beim Turing Tumble rätseln)
Heute war es endlich soweit: Der Vulkan konnte ausbrechen. Nachdem er von verschiedenen Kindern mit viel Hingabe gebaut, bemalt und mit Sprühlack und Knete wasserdicht gemacht wurde, wurde Natron in die Essig-Spüli-Lebensmittelfarbe-Mischung gegeben. Seht Selbst: Eine wunderbare hawaiianische Eruption.
Was das eigentlich ist, haben wir vorher noch anhand eines Bilder-Textpuzzles gelernt. Vulkane brechen nämlich auf ganz verschiedene Arten aus: Manchmal ist die Lava flüssig, manchmal zäh und voller Kristalle. Dementsprechend brechen manche Vulkane sehr explosiv aus, dabei werden sogenannte Bomben herausgeschleudert. (Das hätten die meisten natürlich am liebsten gesehen bei unserem Modell). Andere produzieren kleinere Lavafontänen, manchmal kommen vor allem Gas- und Aschewolken aus dem Schlot und manchmal fließt die Lava aus dem Krater und breitet sich fast schon gemächlich aus – so wie bei unserem hawaiianischen Modell. Glücklicherweise konnten sich alle bei dieser sogenannten effusiven Eruption noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Wir bestimmen Steine und Mineralien vulkanischen Ursprungs mit Hilfe von Büchern und dürfen feststellen: Schwefel stinkt tatsächlich ziemlich unangenehm!
Einblicke zu den VERA Vergleichsarbeiten:
Viele unserer älteren SchülerInnen haben in den letzten Tagen die Veratests in Deutsch, Mathe und Englisch geschrieben.
Auszug aus dem Vera Deutsch: Wann schreibt man das und wann dass? Schreibt man etwas BESONDERES vorne groß oder klein und warum? Wo setzt man in einem Satz ein Komma und wie lautet die Regel dazu? Was ist eine Metapher? Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielen zum Teil ganz schön anspruchsvollen Fragen und Aufgaben des Testhefts.
Unsere Kinder sind “Tests” nicht gewöhnt – dennoch sind die meisten hochmotiviert, den VERA (gut) zu schaffen und, obwohl sie ja auch gehen könnten, ziehen sie es durch.
Zitat einer Schülerin, die sich erst nicht in der Lage sah, sich der VERA-Herausforderung zu stellen: „Also das hat mir jetzt sogar Spaß gemacht und die Zeit verging echt schnell!“
Bushcraft
Edward hat die Kinder in der Angebotszeit eingeladen, sich gegenseitig zu interviewen. Dabei ist die Idee entstanden, einen eigenen Podcast zu kreieren und die Interessierten starten einen Test Podcast. Daraus entstehen Überlegungen: Wie können wir unseren Podcast mit Memes interessanter machen? Wie funktioniert dieses Programm?
Im Anschluss bearbeiten Sie die Videodatei, versehen sie mit Intro, Outro und Memes mit der App CapCut, die sie selbst herunterladen und mit Hilfe von Edward installieren.
Einige Kinder nutzen regelmäßig Doros Lesetraining. Manche möchten dazu auch etwas schreiben.
Naturtag
Ein paar Jungs wollen unbedingt aufs Grundstück um ein Igelhaus zu bauen. Sie sind hochmotiviert und voll bei der Sache. Schließlich bauen sie drei gemütliche Igelhäuser/höhlen mit Laub und zurechtgesägten Stöckern.
Ein anderer Junge möchte unbedingt Feuer machen und ist bei dem Wind herausgefordert. Gibt aber nicht auf und nach vielen Streichhölzern und vielen Gängen, um neuen Zunder besorgen, brennt das Feuer. Ein Junge baut ein kleines Blumenbeet und eine Terrasse.
Während Christophs Technik Angebot haben sich einige Kinder weiter um unsere Bürstenroboter gekümmert. Wir haben ein kleines Steckersystem eingebaut, damit wir leichter Motoren und Lämpchen anschließen können. Es galt auszuprobieren, wo die Motoren auf die Bürsten geklebt werden müssen, damit sich das ganze Teil in eine mehr oder weniger vorgesehene Richtung bewegt. Parallel dazu bauen zwei Mädchen größtenteils selbstständig in der Holzwerkstatt an Stelzenschuhen.
Ein weiteres Experiment des Tages war,
Filzstifte an einen Pappbecher zu montieren und wieder die Motoren anbringen, so dass der Becher auf den Stiften stehend Muster auf ein Papier malt. Es kamen immer wieder andere Kinder dazu, die auch gern einen Roboter hätten – manche wollen allerdings lieber nicht mitbauen, sondern einfach einen fertigen mit nach Hause nehmen.
„Lena, bitte kannst du Aaron schreiben, und ihm sagen, dass er heute unbedingt kommen soll“…mehrere Kinder hatten richtig Lust mit unserem Trainer Fußball zu spielen. Auf dem Platz konnte man viele Aktionen von gutem Zusammenspiel sehen!
Konzentration und Vertiefung im Weltraum
Am Donnerstagabend bei unserem Elternabend ist es spät geworden.
Unsere freiwilligen Dialogkreise im letzten Drittel des Abends waren sehr intensiv.
Liebe Eltern,
wir danken euch sehr für eure Offenheit, dass ihr euch gezeigt habt, mit dem, was da in euch arbeitet! Das bedeutet uns viel und es zeigt uns gleichzeitig eure Kraft! Denn so ein Prozess braucht nicht nur sehr viel Aufmerksamkeit und genaues Hinhören, sondern auch Mut. Mut sich zu zeigen mit seinen Gefühlen, Mut sich zu zeigen mit seinen vermeintlichen Schwächen, Mut, Menschen mit anderen Meinungen ins Gesicht zu schauen.
Uns ist bewusst, wie schwer es oft ist, die „richtigen Worte“ zu finden. Und dass es nach dem eigenen Ermessen nicht immer so gelingt…und dann zu erleben, dass man dennoch verstanden wird. Und ob der späten Uhrzeit haben sich viele von euch darauf eingelassen. Wir konnten oft wahrnehmen, wie sehr ihr euch bemüht habt, niemanden zu verletzen mit dem, wie ihr denkt und sprecht und achtsam auszudrücken, wie es euch geht.
Wir haben diese Art sich gegenseitig zuzuhören und verstanden zu werden als hilfreich und Verbindung-schaffend empfunden.
Einige eurer Worte dazu:
“Ich fühle mich gehört und finde auch gut, die anderen zu hören.”
“Ich bin sehr froh, dass wir hier in diesen kleinen Runden das Thema von damals noch mal aufgreifen und dafür Raum haben.”
“Ich fühle mich verstanden.”
“Ich habe geglaubt, wir müssten in der Schule alle einer Meinung sein, bzw. heute Abend eine Meinung finden, wo alle mitgehen können. Jetzt merke ich, dass es auch anders geht und das öffnet grade richtig was in meinem Inneren!”
Und zu guter Letzt: Unser Team auf dem Feld hat am Freitagnachmittag das benötigte Material- und den PickUp geholt und die „Vergämungsmaßnahmen“ zum Schutze der Feldlerche aufgestellt. Herzlichen Dank an Olesja, Maureen, Kaza, Malin, Elina, Michael, Aaron, Joshua, Mattheo, Lunis, Raphael, Aramis und Juri für die gute Zusammenarbeit! Es hat allen viel Spaß gemacht, endlich wieder auf dem Grundstück zu arbeiten!









































