Wochenbericht 9.3. bis 13.3.26
In der Angebotszeit am Montag interviewen die Kinder sich gegenseitig und stellen Fragen zur Projektwoche. Den meisten hat es sehr gut gefallen und Lena bekommt gleich am Montag 5 Anträge „Wir wollen eine neue Projektwoche!“
In den Gruppenzeiten erfahren wir, dass es dieses Mal nur Kleinigkeiten sind, die den ein oder anderen gestört haben. „Wir hätten mehr Zeit gebraucht.“ „Manchmal waren Kinder aus der eigenen Gruppe weg, das hat uns aufgehalten.“ Und es wird auch noch mal deutlich, dass es wirklich anstrengend für die Gruppe war, das Theaterstück in der kurzen Zeit zu diesem Ergebnis zu bekommen.
Wir haben oft Situationen im Alltag, bei denen Kinder anderen Kindern zuschauen. In früheren Wochenberichten habe ich ja schon geschrieben, wie beim Turnen aus ehemaligen Langzeitzuschauerinnen in auffällig kurzer Zeit geschickte Turnerinnen wurden. So entwickelt es sich auch in anderen Räumen von: “Nee. Ich mag kein Mathe, ich guck nur zu”, zu “kann ich auch ein Arbeitsblatt haben?”
Spontan wird auf Initiative von Carl und Otto der Tisch leidenschaftlich mit vielen Händen geschrubbt.
Olesja hat einen Gummitwist Workshop gegeben.
Schüler und Schülerinnen der Weltraumgruppenzeit üben das Lied für ihr Theaterstück auswendig und den passenden selbstausgedachten Tanz dazu.
Was machen „die Älteren“ grade so? (man kann das mit dem Alter nicht so ganz klar abgrenzen)
Kurzer Test: wer schafft es schneller, das Passwort einzugeben, ein Textverarbeitunsprogramm (welches könnte das sein?) zu öffnen, seine Adresse (hmm, wie lautet meine Adresse?) einzugeben und die Datei auf dem Server zu speichern?
Rasmus und Magnus haben das neue Spiel „What‘s that word“ – also Tabu auf Englisch – ausprobiert. Und sie waren unglaublich einfallsreich, um z.B. hair salon zu erklären, ohne so wesentliche Wörter wie hair cut, hairdresser und scissors zu benutzen.
In Mathe bearbeiten wir diese Woche Grundlagen der Flächenberechung und der Prozentrechnung.
Bei den Veratest haben wir beobachten können, wie wichtig es den Jugendlichen ist, alle Aufgaben zu schaffen und natürlich zu verstehen, was sie da tun. Sie wollen es richtig machen. Auch jüngere Kinder (1 bis 2 Jahre jünger) haben teilgenommen und was wir hier nicht veröffentlichen, sind die herausragenden Veraergebnisse. Alle, die mitgemacht haben, können stolz auf sich sein!
In Englisch geht es grade um Essen, Gerichte im Restaurant, das Verstehen einer Speisekarte und eigene Vorlieben beim Essen. Am Ende der Englischstunde hatten alle Hunger.
Wortarten wiederholen in der ASG: Was ist nochmal ein Adverb? Wobei „hilft“ ein Hilfsverb? Welche Konjunktion ist nebenordnend, welche unterordnend? Welche Wortart kann man steigern?
Wir üben Dialoge einer alten ESA-Sprachpraktischen Prüfung. Nach etwas Zureden sind alle bereit, nach den ersten 2 Dialogen die Sprechpartner zu tauschen und so nicht nur mit ihrem Wunschpartner zu üben. In den freieren Dialogen geht es um das gemeinsame Planen einer Party und um die Gestaltung eines “Rainy Summer Day”. Es entwickeln sich Insiderwitze und das kennt ihr- dann gibt es viel zu lachen!
Wir schauen uns eine Debatte zwischen Jugendlichen zum Thema Wehrpflicht an. Das Thema war eigentlich dazu gedacht, eine schriftliche Stellungnahme vorzubereiten. Es wird aber im Verlauf des Kurses deutlich, dass die Jugendlichen zum Teil emotional zu betroffen sind und sich teilweise zu uninformiert fühlen, um Stellung dazu beziehen zu können oder zu wollen. So kommen wir in ein offenes, tieferes Gespräch.
…
Ein neuer Fischertechnik-Kasten (Pneumatik) wurde begeistert aufgenommen – alle fanden es spannend, mit Luftdruck und Kolben Dinge zu bewegen. Hier galt es erstmal die Ventile zu verstehen und auszuprobieren, wie sich die Kolben verhalten und wie man Teile in verschiedenen Winkeln und Hebeln in Bewegung setzen kann.
Während Leeroy und Jonas ein Modell nach Anleitung gebaut haben, hat Jonah direkt eigene Kreationen gebaut – von einer Konstruktion zum Gewichtheben bis zu einer Baggerschaufel mit mehreren Gelenken. Andere Kinder haben mit den bisherigen Kästen weitergebaut. Devi und Lola waren das erste Mal dabei und haben ein motorisiertes Auto gebaut und fanden die ganze Sache ziemlich interessant. Otto hat sein Fahrzeug mit etlichen LEDs versehen.
Außerdem haben wir die Lasertechnik in die Fischertechnik-Aufbauten integriert mit selbst gedruckten Teilen (mit unserem 3D Drucker), die zu den Baukästen passen – so dass wir jetzt Spiegel, Prismen etc. viel besser platzieren und fixieren konnten.
Es kommen nicht immer die gleichen Kinder, sondern immer mal neue, weil sie wissen wollen, wie etwas funktioniert und was man damit bauen kann. Viele lassen sich dann von den anderen, die sich damit schon besser auskennen, inspirieren und bauen auch etwas. Manche bleiben den ganzen Tag und sind konzentriert bei ihren Projekten, andere machen eine halbe Stunde mit.
Heute beim Kochen wurde ein gelbes Gemüse-Curry mit Reis gekocht und eine andere Gruppe wollte unbedingt Kartoffeln mit Spinat. Wie war das nochmal mit Reis kochen? Warum muss das Curry eigentlich einkochen? Und woran erkenne ich, das die Kartoffel fertig sind?
Beim Töpfern konnten die Kinder diese Woche ihre gebrannten Teile mit Farbe verzieren und warten jetzt auf den zweiten Brand.
Beim Nähen sind unsere jungen Näherinnen mit viel Geduld, hoher Eigenmotivation und Frusttoleranz dabei und verfolgen ihre komplexen Projekte. Uschi unterstützt sie mit ihren Kenntnissen.
Kaza besucht uns in der Werkstatt und eröffnet einen Papp-Workshop. Herzlichen Dank, Kaza!
Für die Bibliothek im Dschungel benötigen wir ein neues Regal, was in eine bestimmte Ecke passt. Diesen Auftrag setzt Nils in der Werkstatt um. Levi hilft beim Bau des neuen Eckregals. Mit ganz viel Geduld trägt er rechte Winkel auf und misst im Millimeterbereich. Währenddessen sind auch andere Kinder in der Werkstatt und verfolgen ihre Projekte. Sascha baut ein Regal für seine Legofahrzeuge.
Neues von den Vulkanen:
Die Vulkangesteine und -mineralien werden noch mal betrachtet: Schwefel, Obsidian, Bims…
Angeregt von einem Buch über die Ausgrabungen von Pompeji stellten einige Kinder die Frage, ob man die Menschen heute besser warnen kann vor Vulkanausbrüchen, damit sie sich in Sicherheit bringen können. Wir haben gelesen, dass die Vulkane fast alle „verkabelt“ sind, also mit verschiedenen Geräten überwacht werden. Einen Seismographen haben wir heute in der Angebotszeit nachgebaut. Es hat funktioniert und unser „Erdbeben“ aufgezeichnet.
Kiki hat nach den Ideen, die Emma mit dem Paradieskreis erarbeitet hatte, das Paradies umgestaltet.
Schulgestaltungskreis
1) Konsent: Freiwillige Wanderung zur Eisdiele nach Bäk in 2 Gruppen – eine geht langsam, eine geht schnelle, gemeinsam Eisessen. Momo übernimmt den Anruf. Datum folgt.
2) Wunsch der Kinder: eine neue Projektwoche: gern bald wieder, am liebsten im Juni- die Lernbegleiter sollen entscheiden, wann es möglich ist. Antwort aus der Teambesprechung der Lernbegleiter: ein paar Wochen nach den Sommerferien sehr gern! Vor den Ferien haben wir schon viel Programm. Das Datum legen wir nach den Sommerferien fest.
Am Naturtag:
Kinder bauen an ihren Projekten, bemalen Steine, machen Feuer, helfen Doro ein Beet für Schnittblumen zu bauen und das Tipi wurde renoviert.
Jeden Tag begleiten wir Konflikte. Manch eine Klärung dauert nicht mal eine Minute, (weil eigentlich allen klar ist, was war) und manchmal haben Kinder das Bedürfnis, mit dem, was passiert ist, gehört und verstanden zu werden. Dann hilft unser Friedenkreis. Der wurde gleich am Morgen von einer Gruppe Kinder einberufen, nachdem es schon vor dem Morgenkreis zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen war. Nachdem zwei der Jungs im Friedenskreis direkt klar, ehrlich und ruhig gesagt haben, was sie selbst an ihrem Verhalten dem Anderen gegenüber nicht optimal fanden, und auch kritisiert haben, was sie beim Verhalten des Anderen nicht gut fanden, kommen alle Beteiligten auf einen Gedanken: Eigentlich möchte ich jetzt gern mit dir spielen und mich bei dir entschuldigen/Frieden machen. Es ist so berührend zu spüren, wie sehr die Kinder bereit sind, selbstkritisch hinzusehen und dies vor den anderen zu benennen, um dieses sichere Gefühl, das Freunden eine kraftgebende Nähe ermöglicht, wieder ungestört wahrzunehmen. Nach einer dicken Gruppenumarmung und haben sie dann den ganzen Tag gemeinsam verbracht.




























