Wochenbericht 18.5. bis 22.5.2026

Einblicke in die letzte Woche

Im Angebot „Buchtipps“ arbeiten die Jungs an einem Plakat bzw. Lapbook zu einem ihrer Lieblingsbücher. Dabei entscheiden sie, welche Informationen sie auf welche Weise präsentieren möchten. Sie sind konzentriert bei der Sache und machen sich gegenseitig Lust aufs Lesen ihrer gewählten Bücher: „Das ist so lustig, das musst du lesen!“ „Meins ist richtig spannend und man erfährt viel über die griechischen Götter.“

Die Stationsarbeit im Angebot „China-Lernwerkstatt“ ist den meisten Kindern inzwischen vertraut und sie suchen sich selbstständig ihre nächsten Aufgaben, an denen sie arbeiten wollen. Bei Fragen helfen sie sich auch gegenseitig.

Bei unserem regelmäßigen Angebot „Lesen und Schreiben“ ist die Atmosphäre im Raum trotz vieler Teilnehmer ruhig. Genau richtig, um Schreiben zu lernen, konzentriert an seiner Rechtschreibung zu arbeiten, oder spannende Geschichten aufs Papier zu bringen.

Im Kurs „Spielentwicklung“ wird diese Woche Florians Brettspiel getestet. Einige Kinder besuchen diesen Kurs ganz konsequent und tüfteln immer weiter an ihren kreativen Ideen.

Kochen

Es gab heute indisches Essen bei uns: Garam Masala mit gebackenen Kichererbsen, Pakora (frittiertes Gemüse) und leckeres Naan-Brot. Es hat uns sehr gut geschmeckt! Die Atmosphäre beim Zubereiten und Essen war diese Woche sehr angenehm, die Jugendlichen wollten etwas Neues ausprobieren und haben sich dabei gegenseitig unterstützt. In einer entspannten und wohlwollenden Atmosphäre gemeinsam zu essen fühlt sich wirklich gut an, diese Woche wird uns dieser Unterschied bewusst.

Diese Woche wollten die jüngeren Kinder ein drei-Gänge-Menü selbst zubereiten. Als Vorspeise einen Obstsalat, als Hauptgericht selbstgemachte Pizza (eigentlich lieber selbstgemachte Tortellini, die hätten aber zu lange gebraucht) und als Nachtisch Zuckerfreien Pudding, mit einem eigenem Rezept von Jule.

Die Abschlussgruppe

lernt diese Woche den Satz des Pythagoras kennen und ihn anzuwenden. In Geschichte vertiefen sie Themen zum zweiten Weltkrieg. In Deutsch geht es unter anderem um Zeichensetzung. Wir haben sie gefragt, wie es ihnen mit der neuen Gruppenzeit und dem eigenverantwortlichen Arbeiten an ihren Präsentationen geht. Währenddessen schreibt Matti seine ESA-Prüfungen in Schwarzenbek.

Beim Klettern und Sichern

ging es diesmal zu acht gemeinsam in die alte Eiche. Die Höhe macht vielen ein mulmiges Gefühl, aber irgendwie auch richtig gute Laune.

Im Schulgestaltungskreis

waren diese Woche über 40 Teilnehmer. Man könnte jetzt denken, wow! Das wäre aber nicht alles. Leider nutzen einige das Angebot um entspannt zuhören zu können, (oder sich immer wieder mit ihren Freunden in Parallelunterhaltungen oder kleinen Kloppereien zu beschäftigen) während einige Kinder sich jede Woche wieder konstruktiv und kreativ an dem, was gebraucht wird orientieren, und darum bemühen, Lösungen zu finden, bei denen alle mitgehen können. Dabei benennen sie auch offen Dinge, die nicht gut funktionieren, ohne dabei jemanden persönlich anzugreifen. So gehen alle mit einem gemeinsamen Bewusstsein über diese Dinge aus dem SGK wieder hinaus, ob sie sich nun aktiv beteiligt haben, oder nicht. Ob diejenigen, die vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, wirklich zuhören, ist die Frage. Damit soll nur gesagt sein: eine SGK Teilnahme bedeutet nicht, dass man wirklich innerlich aktiv war. Auch bei den Runden, bei denen alle nach ihrer Meinung gefragt werden, kann man ja sagen: „Ich meine das Gleiche, wie XY gesagt hat“, oder es einfach wiederholen.

1)Mogelmotte nervt – einige Kinder lassen regelmäßig vermogelte Karten irgendwo auf dem Boden liegen, bestimmte andere Kinder oder Lernbegleiter räumen es dann für sie weg. Die „Vermogler“ kommen auch auf die Bitte, mit aufzuräumen, nicht zurück „weil sie es nicht waren“. „Ich finde, diejenigen, die das Spiel spielen, räumen es auch wieder weg, und alle machen dabei mit. Ganz einfach!“ „Es einfach noch mal zu sagen, dass alle mit aufräumen müssen, reicht mir nicht, das haben wir schon so oft gemacht und es hilft nicht, wir müssen etwas verändern.“ „Es gibt doch die Regel, dass jeder seine Sachen, die er benutzt hat, wieder wegräumt, warum machen sie das nicht?“ Ihre Lösung: es gibt jetzt ein Mietbuch, in dem sich jeder einträgt wann und wo er Mogelmotte spielt. „Man weiß ja als Gruppe, wer beim Spielen wo gesessen hat und dann kann man schon sehen, wer es wohl eher war und wer nicht.“ So ist jetzt nachvollziehbar, wer genau wo und wann dabei war. Wenn es trotz der Besprechung jetzt wieder passiert, dass sich Kinder entziehen ihre Karten aufzuräumen, dann dürfen sie Mogelmotte für eine Woche lang nicht mehr spielen, da waren sich alle einig.
2) Wir wollen 2 oder 3 Naturtage in der Woche. Manche Kinder möchten gern 2mal in der Woche in den Wald oder 2 Mal aufs Grundstück, oder beides. Die Lernbegleiter schauen, ob und wann sie den Kurswunsch umsetzen können.
3) Kurswünsche /Angebotswünsche: Wir fragen die 40 Kinder (jeden persönlich), nach seinen Wünschen für die Angebotszeit. Wir erfahren einige Wünsche von insgesamt recht wenigen Kindern, die meisten sind wunschlos glücklich oder zufrieden so, wie es jetzt ist und finden die Angebote gut! Wir hören hier auch wieder Wünsche von (einigen wenigen) Kindern nach mehr Mathe-, Deutsch- und Englisch- Angeboten, dem wir nicht ganz folgen können, denn wir sehen diese Kinder nicht (oder nicht regelmäßig) in den bereits bestehenden Kursen. Etwas, dass uns immer mal wieder begegnet ist, dass „Wollen“ und „Handeln“ beim gleichen Menschen in unterschiedlichen Richtungen gehen kann.

Der Schulgestaltungskreis findet ab nächster Woche zu einer anderen Uhrzeit statt, nicht mehr parallel zu den 10Uhr Angeboten.

 

English Advanced – Speaking
In Partnerarbeit üben alle die einzelnen Teile der sprachpraktischen Prüfung beim MSA: Monolog, Dialog und Mediation.

English Intermediate – Word Order in englischen Sätzen
Wir besprechen anhand von Beispielen den Aufbau von englischen Sätzen (Subjekt-Verb-Objekt – Ort – Zeit). Auch die besondere Position von Häufigkeitsadverbien klären wir. Anschließend versuchen alle, das Gelernte auf die Sätze auf einem Arbeitsblatt anzuwenden.

 

In der Jungszeit

werden erst die Bälle vom Dach der Nachtbarschule und dann ein kleiner Vogel gerettet, der sich in unseren Fluren verirrt hatte.

Im Angebot „Geschichte für Jüngere“

haben wir diesmal gemeinsam einen Epochenstrahl gebastelt.

In Physik

ging es diese Woche um Licht und Schatten. Was erst einmal trivial klingt, aber dann haben wir Dinge beobachtet: Ein Schatten wird größer und kleiner, scharf und unscharf, warum? Und wie sieht der Schatten von einem Objekt aus, wenn es mehrere Lichtquellen gibt und diese dann auch noch farbig sind? Wir haben Strahlenbilder aufgemalt, um den Schattenwurf eines Experiment-Aufbaus vorherzusagen.

Wir sprechen über Fusion und Kernspaltung. Jonas liest vor. Wir versuchen gemeinsam, die Funktion und den Prozess zu verstehen.

Die Technikfreunde

hatten großen Spaß, mit der Laserharfe verschiedene Satzteile aufzunehmen, die dann durcheinander wiedergegeben werden. Es kommen immer wieder Kinder dazu, die mitspielen.

Wir haben aber auch festgestellt, dass so ein Teil ganz schön komplex ist und es immer wieder Reparaturen bedarf. 

Außerdem haben wir die weiterentwickelte Laserharfe wieder in Betrieb genommen. Hier musste noch etwas repariert und justiert sowie die Software angepasst werden. Die Nebelmaschine, die die Laserstrahlen sichtbar macht, stieß auf großes Interesse – schließlich kann man nicht nur die Werkstatt komplett einnebeln, sondern den Nebel auch prima in Gefäße füllen und ihn irgendwo anders als Zaubernebel rauslassen.

Christophs Vorschlag, in der Gruppe einmal ein Filmprojekt zu machen, wurde von allen begeistert aufgenommen. Dann haben alle versucht, eine Geschichte zu erfinden. Hier ging es ihnen hauptsächlich erst einmal darum, möglich viele Waffen und Extreme einzubauen. Im Laufe der Diskussion wurde die Geschichte immer verzwickter und unrealistischer zu verwirklichen. Dadurch haben sie verstanden, dass eine Geschichte einen roten Faden braucht, um eine Spannung aufzubauen und zu halten – und dass es nicht reicht, möglichst viele Bomben zu zünden oder möglichst viele Leute zu erschießen. Trotzdem hat es ganz gut funktioniert, sich die Vorschläge der anderen anzuhören und zu berücksichtigen.

Zwei Mädchen haben mit Christophs Hilfe 3D-Modelle erstellt, um Namensschilder für ihre Hunde auszudrucken, was in kurzer Zeit Ergebnisse gebracht hat, mit denen sie sehr zufrieden waren.

Survival & Bushcraft

Wir bauen einen Bewegungsparcours zwischen den Bäumen. Unterwegs entdecken die Kinder eine Blindschleiche und eine unbekannte kleine Raupe, die wir erst mal bestimmen.

Naturtag

Unser neuer Strohspielplatz ist eröffnet. „Das macht so viel Spaß! Wir brauchen unbedingt noch mehr Heuballen!“ Deswegen sind viele Kinder mit aufs Grundstück gekommen.
Andere spielen selbst ausgedachte Spiele oder graben im Garten ihres Hauses die Grassoden aus und lockern die Erde, um in den neu entstandenen Beeten Blumen und Gemüsesamen einzusähen.

Im Angebot „Leben in der Eiszeit“

sprechen wir anhand von Büchern und Lernmaterialien darüber, was eine Eiszeit eigentlich ist und stellen fest, dass wir gerade jetzt aus wissenschaftlicher Sicht in einer Eiszeit leben, da beide Polkappen der Erde dauerhaft von Eis bedeckt sind. Wir lernen etwas darüber, wie die Menschen in einer früheren Eiszeit als Nomaden gelebt haben und ihr Leben viel stärker als die meisten Menschen heute nach der Natur ausgerichtet haben. Wir überlegen gemeinsam, wie man auf den heutigen Stand der Forschung gekommen ist (z.B. archäologische Funde) und wie viel von dem, was früher war, noch nicht erforscht ist und daher nicht mit Sicherheit rekonstruiert werden kann.

Beim Angebot „Ringelblumensalbe herstellen“

erfahren wir einiges über die Pflanze, über die Zutaten der Salbe und wie man sie verwenden kann. Bei der Herstellung nehmen alle aufmerksam teil ,„oh das riecht so gut, so nach Gemütlichkeit“, füllen die fertige Salbe in ihre Tiegel ab und beschriften ihre Etiketten.

In der Werkstatt-Gruppenzeit

haben die Kinder ein Katapult gebaut und getestet. Dafür haben wir mit einem Maßband die Flugbahn des Geschosses gemessen und verschiedene Größen und Formen (Kugel, Quader, Würfel) probiert. Durch Experimente mit dem selbstgebauten Katapult kommen die Kinder auf die Idee, die Kugel mit einem Fallschirm auszustatten. Sie kommen sehr schnell ins Handeln, in kürzester Zeit wurde Stoff, Faden und Schere organisiert. Verschiedene Stoffe wurden getestet und vorher überlegt, welcher warum gut oder schlecht funktionieren könnte (Luftdurchlässigtkeit, Gewicht, Größe,..). Die Fallschirme wurden auch getestet und ein guter von der 3. Etage auf den Schulhof geworfen.

Die Weltraumgruppe

erstellt Steckbriefe zu ihrem aktuellen Thema „der Waschbär“. Die Plakate werden mit Bildern gestaltet und die Kinder tauschen sich auch über ihre Erfahrungen mit Waschbären aus. Dazu bekommen sie noch vertiefende Informationen mit denen sie sich beschäftigen.

In der Hafengruppe

sprechen wir über uns bekannte und möglicherweise unbequeme Alltagssituationen. Manchmal geht es darum, zu erspüren, wie würde ich mich fühlen, wenn ich so etwas erleben würde? Oder sich in andere hineinzuversetzen: wie fühlt sich wohl eine andere Person in der Situation? Manchmal geht es darum, zu überlegen, ob man selbst in einer der dargestellten Situationen etwas tun könnte, und wenn ja, was. Gemeinsam überlegten die Kinder, wie sie in dieser Situation handeln würden. Alle äußern ihre Ideen oder sagen, wie sie sich gefühlt hätten. „Doof.“ „Nicht gut.“ Wie nennt man dieses Gefühl? Und welche Faktoren beeinflussen mich und mein Handeln?

Die Paradiesgruppe

beschäftigt sich mit der Geographie in Europa, mit den Ländern in Europa, ihren Hauptstädten und ihrer Lage. Sind es 42, 48 oder 52? Da gibt es unterschiedliche Vorstellungen.
Um sie alle im Atlas zu finden, aufzuschreiben und in eine Karte einzutragen, braucht es ziemlich viel Geduld. Als die ersten fertig sind, fragen sie sich gegenseitig ab, wie die Hauptstädte heißen. Sogar an Sarajevo, Valetta oder Podgorica erinnern sich viele.

Diese Woche ging es auch um einen SGK Beschluss, der im Morgenkreis noch mal besprochen wurde: Man darf als Gruppe entscheiden, dass jemand nicht mitspielt, muss das aber achtsam und ehrlich und am besten freundlich begründen, möglichst ohne die Person zu verletzen. Dabei machen einige Kinder ganz konkrete Vorschläge, wie man so formulieren kann, dass die andere Person sich nicht als Person abgelehnt fühlt. Es sind sich viele einig, dass trotzdem ein Gefühl der Ablehnung bleibt.

Am Freitag war Stefan bei uns, um uns seinen Beruf Ingenieur vorzustellen. Schaut euch den Artikel an!

Lustige Bilder vom freiwilligen Mottotag „Partnerlook“:

Unser Neubauteam beschäftigt sich mit der Küchenplanung, den Akustikmaßnahmen und der Lichtplanung für das neue Gebäude. Ein A3 Heft mit vielen farbigen Ideenfotos für das Licht und den entsprechenden Plänen liegt seit 2 Wochen im Hafen aus und wir besprechen es auch immer wieder mit den Kindern und hören ihre Vorstellungen/Präferenzen an. Das Lernbegleiterteam arbeitet am Schutzkonzept und an der Organisation der Schulfahrten im Juni in den Uhlenkolk, in den Harz und für die zukünftigen Abschlussgruppenjugendlichen, im September an die Ostsee. Manuel hat uns eine Minischulung für schnelle Konfliktklärung gegeben, den sogenannten Micro Circles, die ähnlich arbeiten, wie unser Friedenskreis, nur viel kürzer und direkt umsetzbar. 

Und zum Schluss eine Frage für uns,

zum Miträtseln, deren Inhalt natürlich überprüft werden sollte (z.B. anhand einer sogenannten Sternenkarte oder der eigenen Beobachtung): Wie kann es sein, dass man Nacht für Nacht (Jahr für Jahr) egal zu welcher Jahreszeit, egal zu welcher Uhrzeit man im Dunklen rausgeht, in der Himmelsmitte die gleichen Sterne sieht?