Wochenbericht 21.9. – 25.9.26
Aus unseren Gruppenzeiten:
Immer wieder schön: unser gemeinsames Frühstück im Paradies und dabei eine Geschichte hören. Heute liest Malin aus unserem aktuellen Buch vor.
Die Weltraumgruppe hat sich Kunst gewünscht. Viele eigene Ideen werden verwirklicht. Matti hat Eierkartons für alle mitgebracht. Vielen Dank, Matti!
Wir diskutieren, wie wir die kommende Gruppenzeit im Tigernest gestalten wollen. Dabei üben wir das soziokratische Prinzip und dass möglichst nur einer zur Zeit spricht. Die Vorschläge Podcast und Escaperoom werden abgelöst von dem Vorschlag Mathematik zu lernen. Die Gruppe schaut von sich aus in Richtung Prüfungsvorbereitung. Wir schauen in die Fachanforderungen für das Fach Mathematik Sek I. Kevin bietet an, ein entsprechendes Angebot in der Angebotszeit anzubieten, doch die Gruppe möchte es lieber in der Gruppenzeit machen. Dem möchte sich Kevin nicht in den Weg stellen. Wir überlegen in der kommenden Zeit auch einen Podcast zu machen. Dafür hören wir eine Beispiel-Podcastfolge von Kevin an. Es geht darin um Verschlüsselungstechniken. Das Thema nimmt uns direkt ein, so dass wir eigene Verschlüsselungstechniken erfinden und nutzen.
Beebots
Die Kinder lernen die Grundfunktionen der programmierbaren Beebots kennen, teilen sich in Kleingruppen auf und stellen sich selber Aufgaben. Unter anderem nutzen sie Kapla-Steine um Labyrinthe zu bauen oder Hindernisse wegzuschieben. Sie zeichnen auch mit einem speziellen Aufsatz die Bewegungen der Beebots auf. Spielend lernen sie Grundzüge des Programmierens kennen, trainieren ihr räumliches Vorstellungsvermögen und das Kooperieren in Kleingruppen.
Eine Einführung in Bruchzahlen
Wir aktivieren unser Alltagswissen über Brüche. Sie tauchen im täglichen Leben häufiger auf.
Anschließend starten wir mit Problemstellungen, die geometrisch mit Kreisen dargestellt werden können – z.B. drei Pizzen gerecht auf vier Kinder aufteilen. Wir falten kreisförmiges Papier, um verschiedene Stücke herzustellen – z.B. Viertel, Achtel, Sechstel,… Diese Veranschaulichung verknüpfen wir mit der symbolischen Schreibweise von Bruchzahlen. Welche Bedeutung hat der Zähler, welche der Nenner? Wir färben Bruchteile wie 2/6, 1/3, 3/8 usw. in bereits passend eingeteilten Kreisen. Dann übertragen wir unsere Erfahrungen auf quadratisches Papier. Wir falten es verschieden oft, veranschaulichen dabei verschiedene Bruchteile und klären so, was mehr ist: 1/2 oder 5/8 usw. Wir finden zudem verschiedene Möglichkeiten ein Quadrat zu Vierteln. Gelingt es uns auch ein Quadrat zu Dritteln? Auf diesem Weg schaffen wir es auch das Quadrat in Neun gleich große Teile zu teilen. Wenn ein Stück Schokolade aus neun Stücken besteht, wie können wir es gerecht auf vier Kinder aufteilen? Wir schaffen es.
Im Angebot „Wo kommt unser Essen her?“ ging es diese Woche um FastFood – mit dem Beispiel Mc Donalds. Mit welchen Tricks werden Kunden angelockt und zum Kaufen verführt? Was ist in den Burgern drin? Auf welche Art versuchen Unternehmen sich besonders gesund und nachhaltig darzustellen?
Wenn Christoph in der Werstatt ist, finden oft mehrere Dinge parallel statt. Manche Kinder nähen, einige zeichnen, andere werken oder bauen mit Fischer Technik. Einige Kinder fügen am PC Schaltkreise zusammen. Hier können sie sehen, ob ihre Idee funktioniert. Natürlich ist auch Spielraum um lustige Dinge zu erschaffen oder eine extrem starke Batterieleitung einzubauen, die wir in echt so nicht nachbilden würden. Wenn sie möchten, besteht die Möglichkeit ihre Idee technisch umzusetzen.
Gefängnisausbruch
Die Kinder sind Räuber und entfliehen dem Gefängnis, indem sie über eine Weichbodenmatte in die Freiheit klettern. Die zu überwindenden Matte ist 2,50 hoch und steht senkrecht. Dieses Mal sind einige sehr junge Räuber dabei. Auch mit Anlauf gelingt es ihnen noch nicht, die Schlaufe am oberen Ende der Matte er ergreifen. Ein paar Mädchen erkennen die Lage und eilen herbei, um Hilfestellung per Räuberleiter zu geben und den Ausbrecher anzufeuern.
Unsere älteren Jungs nutzen grade manchmal die freie Aula um sich kleine Ringkämpfe zu liefern, indem sie z.B.“den Anderen von der Matte runterwrestlen“. Sie spielen es ausdauernd. Dabei verhalten sie sich fair und geben acht, eine bestimmte Grenze nicht zu überschreiten, obschon sie immer mal wieder viel Kraft einsetzen.
Aus der Abschlussgruppe
In unseren Abschlussgruppen-Mathe-Kursen steigen die Jugendlichen in Themen zur Berechnung von Flächeninhalten und darüber hinaus zur Bestimmung von Körpern und deren Volumen ein. Für einige sind solche unbekannten Denkarten sehr herausfordernd!
In Englisch üben die Älteren entweder Dialoge: z.B. „Which book do you recommand – and why?“ „My holiday job.“ „Social media“ oder die sogenannten Mediationen. Dabei arbeiten sie in 3er Teams: Ein deutschsprachiger Mensch, der kein Englisch kann, der Übersetzer und Jemand, der englisch spricht. Es entsteht ein etwa 15minütiges Gespräch. Darin geht es oft um Themen, zu denen man die Fachwörter noch nicht kennt und sie dann spontan kreativ umschreiben muss, z.B. „Erkundigungen einholen über eine gruselige Geisterbahn“, „Kinderbetreuung im Möbelhaus“ „Eine Vorstellung von unveröffentlichten 3-Fragezeichen Hörbüchern im Planetarium besuchen“. Hierbei unterstützen sich die Jugendlichen oft gegenseitig und finden, falls nötig, gemeinsam verschiedene Wege, wie man etwas ausdrücken kann.
Manche Jugendliche arbeiten momentan sehr selbstständig und konzentriert an ihren Themen. Nach und nach finden andere ihr erstes Präsentationsthema und beginnen, sich damit auseinander zu setzen und eine erste Gliederung zu erstellen. Die ersten Schritte sind oft die schwierigsten. Nicht nur, weil man das Programm Power Point noch nie benutzt hat. Manche empfinden eine große Unsicherheit: Sie stehen gefühlt vor einem unbekannten Berg, der aus einer unüberschaubaren Größe an unerledigten Aufgaben besteht und wissen nicht, ob und wie sie ihn bewältigen können. Es geht – Schritt für Schritt…. Es gibt auch Jugendliche, die sich selbst einen Plan gemacht haben und ihn quasi abarbeiten.
Grundstück
Als wir an der Feuerstelle ankommen, sehen wir in wenigen Metern Abstand ein Reh auf dem Grundstück. Es versucht den Zaun zu überwinden. Wir bemühen uns, unsere Erregung auf Grund dieses nahen Kontakts in Grenzen zu halten und uns etwas zu beruhigen, damit das Reh nicht in Panik gerät. Später sucht eine kleine Gruppe das Grundstück nach weiteren Rehen ab, findet aber keine mehr. Sie haben einen Weg hinaus gefunden.
Wir starten mit einem Sitzkreis um die Feuerstelle und zählen, still jeder für sich, wie viele verschiedene Geräusche wir hören. Nun sind wir wirklich angekommen. Wir teilen uns gegenseitig die Vorhaben und möglichen Angebote für die Grundstückszeit mit.
Das Feuer wollen wir heute mit Feuerstahl starten. Das ist gar nicht so leicht. Geeignetes Zundermaterial muss auch erstmal gefunden werden. Die flauschigen Distelsamen funktionieren gut. Es entsteht ein freundschaftlicher Wettbewerb zwischen zwei Gruppen. Beide meistern die Herausforderung und füttern ihr Feuer mit Brennmaterial, so dass es wächst und wir schließlich zwei ordentliche Lagerfeuer haben.
Flo kommt auf die Idee, Brötchen für alle zu braten und nutzt dafür einen großen Topf, auch andere Kinder helfen mit. Begeistert von dem Gedanken etwas zu kochen beginnen ein paar Kinder damit, eine Küche zu bauen und möchten dies kommende Woche fortsetzten.
Anschließend spielen alle zusammen „Wo ist mein Huhn Bertha“ und „Adlerhorst“. Die Kinder haben große Freude daran, die hochgewachsene Vegetation als Deckung zu nutzen und sich unbemerkt an „den Adler“ heranzuschleichen.
Töpfern
Heute hat in der Werkstatt wieder Töpfern stattgefunden. Es ging vorrangig darum, dass die neuen Kinder die Technik und das Material kennen lernen können. Erstmal ausprobieren, fühlen und schauen, wozu man die verschiedenen Werkzeuge nutzen kann.
















