Doppelwochenbericht
28.9. bis 2.10.26 und 5.10.bis 9.10.26
Origami Kurs
Beim ersten Origami-Kurs waren vor allem die jüngeren Kinder dabei. Gemeinsam haben wir die ersten Schritte ausprobiert und fleißig gefaltet. Dabei sind die ersten bunten Origami-Tiere entstanden.
Töpfern:
Wir sind weiterhin dabei, das Material kennenzulernen und verschiedene Techniken auszuprobieren. Die Kinder haben getestet, wie man einzelne Teile miteinander verbindet, mit Wasser arbeitet und dafür sorgt, dass alles gut zusammenhält.
Im Kunstkurs am Mittwoch Nachmittag entstehen verschiede Kunstwerke aus Acryl.
Jede Woche gibt Olesja Yoga Kurse. Im Moment ist die Begeisterung besonders groß und die Kinder können schöne Yogaspiele zusammen machen. Manchmal hilft Ida den neuen Teilnehmern, die Asanas richtig auszuführen.
In der Gruppenzeit in der Werkstatt bauen wir einen Lego-Roboter. Hier ist vor allem die Kommunikation und das Treffen von Vereinbarungen eine Herausforderung, wer darf welchen Schritt bauen? Wer sucht die Teile?
Am Freitag hatten wir in der Gruppenzeit „Paradies“ Besuch von Yvonne. Beim Frühstück lauschten die Kinder dem neuen Buch, das wir gerade angefangen haben zu lesen: „Funklerwald“. Ein Kind hat das Lesen für sich entdeckt und möchte alles lesen, was es sieht.
Im Paradies gibt es wieder ein Makrameeangebot. Hier knüpfen die Kinder mit Olesjas Hilfe schöne Teelichter, Schlüsselanhänger oder auch Schmuck. Unsere Kinder sind kreativ und erschaffen ihre eigenen Kreationen!
Der Weltraum
hat jetzt eine Poststelle. Er wird momentan ausserhalb der Gruppen- oder Angebotszeit gern als ruhigerer Rückzugsraum genutzt: Eine kleine Gruppe nutzt den Raum, um in Ruhe Star Wars zu spielen. Dabei sind sie sehr ausdauernd und verhandeln immer wieder neu, was als nächstes passieren soll. Andere Kinder beschäftigen sich mit sich selbst, lesen, malen, basteln usw. Andere nutzen das Angebot, das ein Lernbegleiter da ist und arbeiten an selbstgewählten Aufgaben. So werden unter anderem Mathe- oder Deutschaufgaben bearbeitet oder das Freilernmaterial genutzt.
Heute wurde im Dinoangebot wieder fleißig an den Fossilien gearbeitet. Es wurden neue gegossen und schon fertige angemalt. Andere Kinder haben an weiteren Stationen gearbeitet und sich so mit den Dinosauriern auseinandergesetzt. Es gab aber auch ein paar Kinder, die sich für EVA (eigenverantwotliches Arbeiten) entschieden haben. So arbeitete ein Kind an ihren Zeichenkünsten und andere Kinder nutzten die Zeit, um in Ruhe in einem Buch zu lesen.
Die Waage im Weltraum ist ein Dauerbrenner. Wie schwer bin ich? Wie schwer sind wir zusammen? Wiege ich wirklich 105kg? Was muss man tun, damit das da richtig steht?
Nils hat interessante und anregende Materialien mitgebracht und in der Gruppenzeit bauen wir damit Autos und Maschinen, die von einem kleinen Elektromotor angetrieben werden. Hierbei stoßen die Kinder immer wieder auf Probleme und suchen allein oder mithilfe ihres Nachbarn Lösungen. Die Materialkisten der ‚Wissensfabrik‘ regen dabei Fantasie und Erfindergeist an.
Es gibt eine neue Tanzgruppe!
Dies war ein lang gehegter Wunsch einiger Schülerinnen. Die Gruppe wählt gemeinsam einen für sie passenden YouTube Kanal mit guten Tutorials aus. Viele merken, dass es viel leichter aussieht, als es ist. Besonders die Koordination von Armen und Beinen fällt einigen im Moment noch schwer.
In Physik
haben wir uns weiter mit Elektromagnetismus beschäftigt. Wir haben kleine Spulen gewickelt – und mit einem starken Magneten zusammen haben wir tatsächlich mit nur einer normalen Batterie die Spule zum Drehen gebracht. Obwohl wir ziemlich viele Kinder waren, konnten doch die meisten ihre Experimente mit Magneten machen, teilweise wurde in 2er-Teams geforscht. Unser Dauerprojekt „Murmelbahn“ konnten wir fürs erste fertigstellen. Hier seht ihr die Konstruktion.
Auf dem Grundstück
haben wir diese Woche wieder Adlerhorst gespielt. Die Kinder haben offensichtlich Freude daran, sich durch das hohe Beikraut (wie ein Dschungel) an Kevin, den leicht blinden Adler, heranzuschleichen und zu versuchen, ihn unbemerkt zu ticken. Auf dem Weg zu ihrem Ziel sprechen sie sich ab, geben sich Tipps oder Deckung, oder einer lenkt Kevin ab, damit die anderen sich unbemerkt anschleichen können. Sie freuen sich gemeinsam über ihre Fortschritte und guten Schachzüge auf dem Weg. Andere spielen auf den Heuballen oder bauen sich eine geheime Wohnung ins Gestrüpp.
Beim zweiten Naturtag war das freie Spiel auf den Heuballen das Interessanteste. In diesem Rahmen finden viele Verhandlungen statt. Wer darf welche Rolle spielen und wie können alle Interessen mit in das Spiel einfließen? Manchmal entstehen Konflikte, die die Kinder unter sich klären können, manchmal brauchen sie unsere Unterstützung. Währenddessen haben ein paar Handwerker an ihren Häusern weitergebaut, andere haben interessante Tiere entdeckt oder beim Versetzen eines Lehmhaufens geholfen.
Wie jeden Mittwoch haben wir auch heute wieder ein englisches Diktat geschrieben. Dieses Mal haben die Kinder vorab sechs Minuten Zeit bekommen, sich den Text in Ruhe durchzulesen und besonders auf die Schreibweise bestimmter Wörter zu achten. Anschließend haben wir das Diktat geschrieben, danach gemeinsam gelesen und übersetzt.
Bio: Wo begegnen uns eigentlich Pilze uns im Alltag? Welche Sortengibt es? Was ist ein Myzel? Und wie vermehren sie sich? Ein spannendes Biothema, dass uns in diesen Wochen beschäftigt.
Die Jugendlichen arbeiten sich diese Woche durch verschiedene Multiple Choice Fragebögen zum Thema Ökosysteme, aber auch allgemein durch alle möglichen Biofragen die Grundwissen für ESA oder MSA mit abfragen. Außerdem beschäftigt sich die Gruppe grade mit der Bauchspeicheldrüse und der von ihr gebildeten Stoffen.
Wir haben ein neues Musikprojekt: Michael Jackson.
Hierzu haben Edward und Lia eine Lernecke aufgebaut. Dort haben wir uns die verschiedenen Stationen seines Lebens angeschaut. Im Angebot steht die Musik im Vordergrund; Lieder hören, diese besprechen, den Rhythmus und Melodien auf den Instrumenten nachspielen und schließlich gemeinsam den Song Billie Jean zu spielen. Manche Kinder freuen sich auch den Moonwalk dazu zu tanzen. Einige können schon richtig gut mitspielen.
Manchmal hören auch Kinder eine Weile lang vom Rand aus zu und machen erst später mit.
Die Beebots werden weiterhin gerne genutzt. Es werden u.a. Herausforderungen bearbeitet, bei denen man auch Wartezeit einprogrammieren muss – wenn z.B. zwei Beebots gleichzeitig ein Straßennetz befahren und nicht zusammenkrachen sollen. Die Kinder nehmen auch Geräusche auf, welche die Beebots dann bei bestimmten Ausführungen wieder von sich geben.
Wir zeichnen Daumenkinos – ein Angebot, dem ein Schülerwunsch vorausging. Für die Daumenkinos nutzen wir auch LED-Unterlagen. Wenn wir darauf zwei Blätter übereinander legen, sehen wir, was auf dem unteren gezeichnet ist und können so Teile, die sich auf dem Folgebild nicht verändern sollen, nachzeichnen, und anderes verändern.
Angebot Lebenstraum. In den letzten Wochen haben die Kinder sich immer wieder Gedanken gemacht, wovon sie träumen, was sie mal erleben möchten und wie ihr Leben sein soll. Manche haben alles aufgeschrieben, andere haben auch Zeichnungen dazu angefertigt, z.B. von ihrem zukünftigen Haus. Einige haben sich schon weiter vertieft und weitergedacht: was brauche ich an Fähigkeiten und Materialien um meinen Traum umzusetzen? Was kann ich jetzt dafür tun?
Grundstücksnachmittag
Am 2.10. haben sich Eltern, Kinder und Lernbegleiter auf dem Grundstück getroffen. Es war ein sehr schöner, sonniger und gemütlicher Nachmittag mit leckeren selbstgemachten Speisen am Lagerfeuer. Danke euch an dieser Stelle für diese Leckerbissen! Die Kinder waren in großen Gruppen unterwegs auf dem Grundstück, sind durch die „Gänge“ zwischen dem hohen Beikraut gerannt, haben ticken und verstecken gespielt, sind auf den Heuballen geklettert und hatten sichtbar viel Freude zusammen.
In Kevins Chi Gong Kurs
üben die Jugendlichen eine sogenannte Form, eine Art Choreographie, die aus verschiedenen Elementen besteht, die aufeinander folgen und die den Körper in die Länge dehnen und aufrichten. Die Atmung spielt hierbei eine wichtige Rolle, in allem steckt Rhythmus. Es ist manchmal auch anstrengend und man muss sich konzentrieren. Die Jugendlichen berichten, dass sie sich nach dem Chi Gong „nicht mehr gestresst und mehr bei sich“ fühlen.
Geschichte:
Einstieg in ein von den älteren Kindern gewünschtes Geschichtsthema: Das dritte Reich. Was ist passiert und wie ist es dazu gekommen?Um einen ersten Zugang zu der Frage zu ermöglichen, wie sich politische Macht verändern und wie aus demokratischen Entscheidungsprozessen zunehmend eine Machtkonzentration entstehen kann, wurde anschließend ein Entscheidungsspiel durchgeführt.
Für die Kinder wurde anschaulich, dass der Übergang von demokratischen Entscheidungsformen zu einer stärker konzentrierten Entscheidungsgewalt nicht zwingend durch einen einzigen großen Schritt erfolgen muss. Vielmehr können sich Entscheidungsbefugnisse auch schrittweise verändern, indem Entscheidungen vereinfacht, delegiert, eingeschränkt oder schließlich von einer einzelnen Person übernommen werden.
Besonders interessant war dabei, dass die Kinder die einzelnen Veränderungen durchaus kritisch wahrnahmen, sich aber gleichzeitig auf die jeweiligen neuen Bedingungen einließen. Dadurch entstand im anschließenden Gespräch ein guter Anlass, über die Frage nachzudenken, wann eine Entscheidung noch gemeinsam getroffen wird und wann die eigentliche Entscheidungsfreiheit einer Gruppe zunehmend verloren geht.
Die Übung stellte dabei keine historische Simulation der nationalsozialistischen Machtübernahme dar. Sie diente vielmehr dazu, einen grundlegenden Mechanismus von Machtübertragung, Machtkonzentration und dem Verlust gemeinsamer Entscheidungsmöglichkeiten erfahrbar und anschließend besprechbar zu machen.
Als Überleitung zur historischen Ebene wurde deutlich gemacht, dass nun geschaut werden soll, wie sich solche Prozesse in der deutschen Geschichte tatsächlich entwickelten und wie es dazu kommen konnte, dass aus der Weimarer Demokratie innerhalb weniger Jahre eine nationalsozialistische Diktatur entstand.
Die Kinder zeigten sich an der Methode interessiert und nahmen insbesondere die Veränderung ihrer eigenen Entscheidungsmöglichkeiten als überraschend wahr. Das Spiel bot damit einen niedrigschwelligen und erfahrungsorientierten Zugang zu einer für diese Altersgruppe zunächst abstrakten historischen Fragestellung.
Physik:
Was passiert eigentlich genau in einem Stromkreis? Was ist Spannung, Stromstärke, Leistung? Um das zu veranschaulichen, haben wir diese Größen verglichen mit einem Wasserschlauch, der je nach Druck, Größe etc. mehr oder weniger Wasser befördert. Dazu gab es eine Simulation auf Laptops, wo alle einmal diese Verhältnisse ändern und beobachten konnten. Die meisten Kinder waren interessiert daran, es auszuprobieren und „in echt“ mit Lampen und Batterien nachzubauen – und die Beobachtungen der Simulation mit der Realität zu vergleichen. Vor allem die Jüngeren sind wie immer mit Eifer dabei.
Mathematik:
In den letzten Wochen haben mehrere Lernbegleiter Mathekurse zu verschiedenen Themen und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten. Dazu haben sie die Kinder auf verschiedene Arten angeregt die Aufgaben zu lösen: spielerisch, in Teams, in Form von Rätseln oder differenzierten Arbeitsblättern. Viele unserer Kinder verstehen Mathe gut, wenn sie die Aufgaben erst mal in vielen kleinen Schritten bewältigen. Ist ihnen der Grundgedanke dahinter einmal klar, können die vielen kleinen Schritte auch übersprungen werden. Dank der kleinen Lerngruppen können die Kinder auch im gleichen Kurs an unterschiedlichem Material arbeiten, das grade ihrer persönlichen Herausforderung entspricht. Für die Jüngeren ist es toll, wenn ihre Sinne angesprochen werden.
Die Kinder der Tigernestgruppe haben sich Matheaufgaben ausgedacht, die Lösung auf die Rückseite geschrieben und damit den Raum bestückt. Anschließend ging es natürlich darum, auch die Aufgaben der MitschülerInnen zu lösen.
Oben rechts seht ihr Zahlzerlegungen mit Hilfe von Kastanien.
Geographie:
Parallel zu den Länderplakaten und Vorträgen arbeiten die Kinder mit dem Atlas.
Welches Land liegt wo? Wie heißt die Hauptstadt? Wie erkennt man Gebirge oder Flachland? Welche Meere liegen in Europa? Zusätzlich lösen sie zwei Qiuzze, bei denen sie Fragen mit Hilfe der physischen und politischen Karte beantworten, um sich in Europa (auf einer Karte) orientieren zu üben.
In der heutigen Geographiestunde haben wir uns mit der Leitfrage „Was hat dein Schnitzel mit dem Regenwald zu tun?“ auseinandergesetzt. Es ging um globale Verflechtungen am Beispiel des Sojaanbaus in Brasilien, die schrittweise durch kleine Arbeitsgruppen erarbeitet wurde. Jede Gruppe konnte einen weiteren Zusammenhang zwischen Fleischkonsum, Sojaimporten und der Entwaldung in Brasilien herstellen. Alle SchülerInnen haben sich durchweg stark beteiligt und wirkten sehr interessiert.
In einer anderen Geographieeinheit haben wir uns mit drei Regionen in bzw. an den Anden beschäftigt. Die Jugendlichen wollten mehr über Südamerika erfahren und auch weiter das Präsentieren üben. Habt ihr schon mal von Inseln aus Schilf gehört, die von Menschen gebaut werden und auf denen sie auch drauf Leben? Oder von einer riesigen Fläche aus Salz, die aussieht wie ein großer Spiegel, wenn diese Fläche nass wird? Oder wie schön die Wüste Atacama aussieht, wenn es dort doch mal regnet und dann ganz viele Blumen auf einmal blühen?
Wo wir grade bei Mathe und Geographie sind: Karina hat diese Woche ihre letzten beiden Prüfungen bestanden und damit zwei Unterrichtsgenehmigungen für unsere Schule erworben.
Herzlichen Dank, Karina, für deinen Einsatz und herzlichen Glückwunsch!!!
Schatzsuche mit einem Kompass
Wir schauen uns einen Kompass an. Was passiert, wenn man den Kompass dreht? Welche Himmelsrichtungen gibt es? Was ist eine Windrose? Welchen Merkspruch gibt es dazu? Wo finden wir die Himmelrichtungen am Globus? Wo würden wir hinkommen, wenn wir immer weiter in eine bestimmte Himmelsrichtung gehen würden? Wieso kann der Kompass von einem Magneten manipuliert werden? Nun, da wir einen Kompass kompetent anwenden können, nutzen wir ihn und begeben uns auf Schatzsuche in Ratzeburg. Abwechselnd nutzen die Kinder einen Kompass, um den Hinweisen nachzugehen. Am Ende wartet ein kleiner Schatz auf sie.
Angebot: Wie umweltfreundlich ist die KI? Zunächst besprechen wir ein paar Basisfakten zu dem Thema KI, in welchen Bereichen wird sie im Moment eingesetzt und was bei einer Anfrage passiert. Die Kinder haben schon ein paar Fakten gehört und bringen sie mit ein. Unser Hauptaugenmerk gilt heute der Umwelt. Was braucht es, damit eine Anfrage von KI beantwortet werden kann? Warum braucht Chat GPT Wasser? Warum regen sich Menschen auf, wenn ein neues Rechenzentrum bei ihnen in der Nachbarschaft gebaut wird? Das Gehörte, die Zahlen und Statistiken lösen etwas aus: alle Teilnehmer des Angebots sagen in eigenen Worten, dass sie die KI ab jetzt bewusster nutzen möchten und nicht mehr „für irgendeinen Quatsch“.
Jede Woche finden mehrere Angebote „lesen und schreiben“ statt. Hier werden die Kinder individuell gefördert, mit dem, wo sie gerade stehen. Viele haben durch Doros strukturierte Einzelbegleitung in kurzer Zeit Lesen gelernt. Und auch bei allen anderen Übungen, die die Kinder hier machen, sehen wir ihre Fortschritte!
In der Werkstatt ist immer wieder viel los.
Wenn kein konkreter Kurs stettfindet, arbeiten die Kinder an ihren eigenen Werkstücken. Lola baut ein Haus für ihr Kuscheltier, Hanno baut ein Geschenk, – Florian einen Schlitten. Neben den werkenden Kindern finden sich auch andere Kinder in unserem Kreativraum ein, um eigene Projekte wie zeichnen oder nähen zu verfolgen.
Diese Woche konnten wir zwei mal beobachten wie Kinder anderen Kindern ausdauernd etwas auf dem Klavier beigebracht haben…Michael Jackson im Tigernest und Schneeflöckchen Weissröckchen im Paradies.

























































